Derzeit ist die Halle gesperrt und von einem Bauzaun umgeben.

"Von der Entscheidung war ich nicht überrascht, da ich in den zurückliegenden Wochen und Monaten intensive Gespräche auf Bundes- und Landesebene zu den notwendigen Maßnahmen für die Erhaltung des denkmalgeschützten Jugendstilbaus geführt habe. Diese Entscheidung ist das Ergebnis von beständiger und besonnener Arbeit", so Siegfried Deinege.

Jetzt gelte es, die Regularien für den Einsatz des zugesagten Geldes zu klären und den beim Innenministerium eingereichten Maßnahmenplan neu zu bewerten und gemeinsam mit den Stadträten abzustimmen.

Untersuchungen der Strebepfeiler der Stadthalle hatten im September dieses Jahres ergeben, dass die Schäden größer als erwartet sind und die Standsicherheit der gesamten Halle erheblich gefährdet ist. Die außenliegenden Pfeiler waren über 100 Jahre komplett der Witterung ausgesetzt, was dazu geführt hat, dass die stählerne Stützkonstruktion und das Mauerwerk der Pfeiler durch Korrosion und Verschleiß soweit geschwächt sind, dass sie ihre Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen können.

Es wurde in dem Untersuchungsbericht darauf hingewiesen, dass die Konstruktion ohne eine umfassende Sanierung ihre Nutzungsgrenze erreicht hat und damit eine dringende Sanierung der Strebepfeiler erforderlich ist. Ohne funktionsfähige Strebepfeiler bestünde nun wieder, ähnlich der Situation im Jahre 1908, die Gefahr des Spontanversagens der Tragkonstruktion des Gebäudes.