Es sei vorweggenommen - keiner der Grün-Weißen zeigte Respekt vor den älteren und auch sehr erfahrenen Kontrahenten aus Taucha. Durch diesen wichtigen Auswärtssieg ist das Turnerheimteam an die Tabellenspitze der Oberliga gerückt. Dieser Tabellenplatz ist nur erreicht worden, da die Punkte aus dem Kampf gegen Thalheim Weißwasser zugesprochen worden sind. Wie schon berichtet, hatten die Erzgebirgler eine Gewichtsklasse nicht besetzt und einen Aktiven unberechtigt zum Einsatz gebracht. Ob der Tabellenplatz behauptet werden kann, wird sich am 17. September um 17 Uhr zeigen. Dann kommt Lugau, der Mitfavorit um den Aufstieg in die Regionalliga, ins Turnerheim. Dies wird mit Sicherheit eine sehr schwere Aufgabe für die jungen wilden Weißwasseraner. Ab 15 Uhr stehen sich die beiden Jugendligamannschaften gegenüber.

Der Kampffilm
55 kg (FR) Olaf Noack: Er versuchte sein Bestes für die Mannschaft zu geben. Es reichte jedoch nicht, um seinen Gegner in Bedrängnis zu bringen. Noack unterlag in drei Runden nach Punkten.
120 kg (GR) Manuel Schreiber: Nach zwei kampflosen Siegen musste er sich diesmal mit einem 12 Kilogramm schwereren Kontrahenten auseinandersetzen. Nach einer Unaufmerksamkeit in der ersten Runde kam er in Rückstand und verlor auch diese. Schreiber stellte sich nun besser auf seinen Gegner ein und gewann die entscheidenden drei weiteren Runden.
60 kg (GR) Morris Schreiber: Er beherrschte seinen Gegner in der ersten Runde deutlich. Leider setzte er diese Kampfweise in Runde zwei nicht fort, sondern schaltete einen Gang zurück. Er gewann zwar die Runde, aber nicht so wie gewünscht. Runde drei ging dann wieder deutlich an ihn.
96 kg (FR) Christof Petrick: Durch sein souveränes Auftreten sicherte sich Petrick einen deutlichen Run densieg.
66 kg (FR) Martin Böhler: In seinem ersten Kampf in der neuen Saison mit neuem Regelwerk musste er Lehrgeld zahlen. Nachdem Böhler die erste Runde kurz vor der Pause durch den Punktausgleich gewann, baute er in den nachfolgenden Runden konditionell deutlich ab. Dies zeigt den Trainingsrückstand, den er momentan hat. Hier muss er unbedingt an sich arbeiten.
84 kg (GR) Kai Bollfraß: Er hatte keinen Respekt vor seinem erfahrenen und älteren Kontrahenten. Nach einem knappen 1:0-Erfolg in Runde eins steigerte er sich in den Abschnitten zwei und drei recht deutlich. Bollfraß beherrschte seinen Gegner und ging als Punktsieger von der Matte.
66 kg (GR) Matthias Mückisch: Er zeigte gegenüber dem letzten Kampf eine Leistungssteigerung. In den ersten beiden Runden ließ er nichts anbrennen und gewann diese. In den folgenden Abschnitten ging er von seinem Kampfstil ab und unterlag in den Runden drei, vier und fünf. Es hätte ein Sieg werden können.
84 kg (FR) Franz Hartwig: Auch diesmal musste er sich mit einem erfahrenen Ringkämpfer auseinander setzen. In Runde eins musste Hartwig die Erfahrung machen, dass der freie Ringkampf nicht seine Stärke ist. Mit den schnellen Angriffen des Gegners kam er nicht klar, er kam schnell in einen 0:6-Punktrückstand und verlor die Runde. In Abschnitt zwei steigerte er sich und kam auch zu einem Wertungspunkt. Bei dieser Aktion verletzte sich sein Gegner. Wenig später gab der Tauchaer wegen der Blessur auf.
74 kg (FR) Steffen Nagorka: Sein aggressiver Kampfstil, den er in den letzten Kämpfen zeigte, war auch bei dieser Auseinandersetzung das Erfolgsrezept. In allen drei Runden ließ Nagorka nichts anbrennen und gewann deutlich.
74 kg (GR) Lars Melcher: In seinem ersten Oberligakampf machte er seine Sache sehr gut. Der erfahrene Tauchaer hatte sich diese Auseinandersetzung bestimmt leichter vorgestellt. Schon in der ersten Runde zeigte Melcher, was in ihm steckt. Da unterlag er nur knapp mit 1:2. Runde zwei ging deutlich an Taucha. Die dritte Runde ging an den Weißwasseraner mit 2:1. Es ging in die vierte Runde des letzten Kampfes und diese war lange offen. Erst kurz vor Schluss kam wiederum die Erfahrenheit des Widerparts aus Taucha durch und er machte den entscheidenden Wertungspunkt.