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| 18:04 Uhr

Freizeit und Tourismus
Freizeitspaß mitten in der Naturidylle

Kiez-Chef Marcel Proske und Mitarbeiterin Katja Keller.  Sie freuen sich, dass es immer mehr Gäste in die acht Hektar große Freizeitanlage mitten in der Weißwasseraner Naturidylle am Braunsteich lockt. Die Übernachtungszahlen steigen seit 2014 kontinuierlich.
Kiez-Chef Marcel Proske und Mitarbeiterin Katja Keller.  Sie freuen sich, dass es immer mehr Gäste in die acht Hektar große Freizeitanlage mitten in der Weißwasseraner Naturidylle am Braunsteich lockt. Die Übernachtungszahlen steigen seit 2014 kontinuierlich. FOTO: Gabi Nitsche
Weißwasser. Das Weißwasseraner Kindererholungszentrum Am Braunsteich (Kiez) mausert sich. Das spiegelt sich in steigenden Übernachtungszahlen wider. Sonnabend, 28. April, ist Tag der offenen Tür.

Liebe geht durch den Magen. Davon ist Marcel Proske überzeugt und lobt sein Küchenteam über alles. „Das Essen schmeckt einfach klasse und dafür werden wir auch immer wieder von den Gästen gelobt“, sagt der Geschäftsführer vom Kiez. Überhaupt lässt dieser nichts auf seine Mitarbeiter kommen. „Wir sind 15 Leute und ich sag immer, wir punkten bei den Gästen mit Freundlichkeit und gutem Essen.“ Ob es die Kollegen in der Verwaltung, im Service oder die Handwerker sind – „wir leben alle das Kiez.“

Petra Brünner, die Vorstandsvorsitzende des Betreibervereins, sieht das genauso. „Das Team legt sich ins Zeug, damit es den Gästen bei uns gefällt, und das oft bis an die Grenze der Belastbarkeit.“ Proske und Brünner sind ein eingeschworenes Team, sagen sie. Sie wollen das acht Hektar große Kiez voranbringen. Die Übernachtungszahlen in der Freizeitanlage mitten in der Weißwasseraner Naturidylle zeigen, dass es gelingt. „2014, als ich anfing, waren diese auf 12 500 gesunken. Für 2017 stehen 19 994 Übernachtungen zu Buche, und jetzt wollen wir um die 24- bis 25 000 erreichen“, so Marcel Proske. Denn Geld verdiene das Kiez über diese Säulen: Klassenfahrten, Vereinsfreizeiten und Feriencamps. Die Camps sind der absolute Renner. Die Nachfrage hat sich verdoppelt.“ Hinzu kommen Familienfeiern.

Die Erfahrung besagt: Viele Gäste kommen lieber im Bettenhaus unter statt in den Bungalows. „Ausgenommen der Radeberger Spielmannszug, der schon das zehnte Mal sein Probenlager bei uns macht und unbedingt ins Bungalowdorf will.“ So liege also der Fokus auf dem Bettenhaus. „Wir haben aufgestockt. Jetzt gibt es 500 Gästebetten hier, und den Winter haben wir genutzt, um viel in Eigenleistung zu renovieren, neue Teppichböden zu verlegen, Betten und Matratzen zu erneuern und so weiter.“

Zurzeit sind Schüler aus Dresden auf  Klassenfahrt im Kiez und finden die neuen Spielgeräte super.
Zurzeit sind Schüler aus Dresden auf Klassenfahrt im Kiez und finden die neuen Spielgeräte super. FOTO: Gabi Nitsche

Priorität habe alles, was der Gast sieht, sagt der Chef. Dazu gehören eben die Zimmer. Als er antrat, habe er einen Scherbenhaufen vorgefunden. „Den haben wir, eine fast komplette neue Mannschaft, inzwischen aufgekehrt.“ Drei Millionen Euro Investitionsstau bestand 2014. „Wenn wir jetzt den Fördermittelbescheid für den dritten Bauabschnitt im Schwimmbad erhalten, haben wir schon eine halbe Million Euro reingesteckt“, rechnet Proske vor. Er sitze wie auf Kohlen, warte täglich auf den Bescheid. Denn ohne Fördermittel würde das mit den Investitionen nicht funktionieren. „Uns gelingt es inzwischen, jährlich zwischen 30- und 40 000 Euro zu erwirtschaften. Das nehmen wir dann, um den Eigenanteil zu sichern.“

Beim Schwimmbad geht es aktuell um eine Investiton von 120 000 Euro für  neue Rohre und die Sanierung der Filter. „Die Zeit drängt, denn eigentlich öffnen wir das Bad immer am 1. Juni.“ Neue Pumpen stehen schon bereit. Die alten waren Stromfresser, die neuen verbrauchen nur die Hälfte. „Wir müssen auf jeden Cent achten“, so Marcel Proske. Ebenfalls in diesem Jahr sollen noch die Gruppenbäder im Kellergeschoss saniert werden. Kostenumfang rund 45 000 Euro. Für nächstes Jahr kündigt der Chef an, sind dann alle „offenen“ Bäder im Bettenhaus dran, Fördermittel vorausgesetzt.

Beim Tag der offenen Tür am 28. April wird der neue Spielplatz eingeweiht. 60 000 Euro wurden in verschiedene Spielgeräte und Tobemöglichkeiten wie diese gesteckt.
Beim Tag der offenen Tür am 28. April wird der neue Spielplatz eingeweiht. 60 000 Euro wurden in verschiedene Spielgeräte und Tobemöglichkeiten wie diese gesteckt. FOTO: Gabi Nitsche

Ohne die großartige Unterstützung von vielen Partnern würden die besten Ideen nichts nutzen. „Marcel Proske hat da ein gutes Händchen“, würdigt Petra Brünner. Er kenne gar nichts, Leute anzusprechen. Sein guter Draht zu Ikea Dresden sei unbezahlbar und beschere dem Kiez Ausstattungsgegenstände wie das neue Grillhaus, das in den nächsten Tagen aufgestellt wird, oder Mobilar für „ganz, ganz kleines Geld“. Hiesige Unternehmen bringen sich ein genau wie Privatpersonen.

Am Samstag, wenn ab 14 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Tür eingeladen wird, könne sich jeder mit eigenen Augen davon überzeugen, wie sich das Kiez in den letzten Jahren mauserte. Dazu gehört auch ein neuer toller Spielplatz mit verschiedenen Geräten zum Klettern und Toben. 60 000 Euro kostete das alles. Der Stadtrat hatte zugestimmt, dass dafür auch Gelder aus dem Leag-Topf genutzt werden.

Marcel Proske und Petra Brünner sind überzeugt, dass mit den neuen Spielgeräten das Kiez an Attraktivität gewinnt. Schüler aus Dresden, die gerade auf Klassenfahrt fünf Tage im Kiez weilen, finden die Klettertürme schon mal cool, wie sie der LR Dienstag versicherten. Samstag erfolgt die offizielle Einweihung. „Bis dahin gibt es noch zu tun an den Außenanlagen. Rasen wird gesät, neue Pflanzungen werden vorgenommen .... Und auch das Foyer bekommt noch frische Farbe. Samstag stehen Vorstandsmitglieder Gewehr bei Fuß und führen interessierte Besucher gern durch das Kiez. Die Führungen beginnen um 14.15, 15.15 und 16.15 Uhr. Um 15 Uhr treten die Rainbow Kids auf.

Der Speiseraum hat neues modernes Inventar erhalten. Kiez-Chef Marcel Proske bekam dafür und für weitere Vorhaben großzügige Unterstützung von Ikea Dresden und die Möbel für sehr kleines Geld, sagt er.
Der Speiseraum hat neues modernes Inventar erhalten. Kiez-Chef Marcel Proske bekam dafür und für weitere Vorhaben großzügige Unterstützung von Ikea Dresden und die Möbel für sehr kleines Geld, sagt er. FOTO: Gabi Nitsche