Wie Peter Kunze, Vorsitzender der Kreisvereinigung, schreibt, wolle man nicht nur regelmäßig öffentlich über die aktuellen Zahlen informiert werden, sondern auch wissen, mit welcher Gesamtzahl an Flüchtlingen 2016 zu rechnen sei. Zudem wolle man über die Kosten der Flüchtlingsunterbringung Bescheid wissen. Die Kreisvereinigung Görlitz fordert den Landrat auf, sich beim Bund und Freistaat für ein Sonderinvestitionsprogramm zur Deckung des finanziellen Bedarfs für die kommunalen Infrastrukturen einzusetzen, welches die gleiche Höhe wie die Aufwendungen zur Flüchtlingsbetreuung haben soll. Denn es gebe viele Lücken in Kitas und Schulen sowie Straßenlöcher, die geschlossen werden müssen, so die Kreisvereinigung.

Laut Kreisverwaltung werden Ende Januar kreisweit rund 2600 Asylsuchende untergebracht sein. Eine Prognose, wie sich 2016 gestalten wird, kann derzeit nicht erhoben werden, teilt die Kreisverwaltung der RUNDSCHAU mit. Nach der vom Innenministerium genannten Zahl von 51 000 Flüchtlingen, die in diesem Jahr in Sachsen erwartet werden, muss der Landkreis mit monatlich 300 zugewiesenen Personen rechnen. Lege man die durchschnittliche Zahl der zugewiesenen Flüchtlingen pro Jahr zugrunde, belaufen sich die Kosten auf 9760 Euro pro Person, teilt die Kreisverwaltung mit.

Aktuelles zum Thema Asyl gibt es regelmäßig auf der Internetseite des Landkreises.

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