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Rietschen
Freie Oberschule will jetzt auch Abitur anbieten

Gern gab Schulleiterin Annett Tewellis (rechts) am Freitagnachmittag zum Tag der offenen Tür einen Einblick in den Biologie-Unterricht. Denn auch dieses Fach wird von ihr unterrichtet.
Gern gab Schulleiterin Annett Tewellis (rechts) am Freitagnachmittag zum Tag der offenen Tür einen Einblick in den Biologie-Unterricht. Denn auch dieses Fach wird von ihr unterrichtet. FOTO: Arlt Martina
Rietschen. Schulleiterin Annett Tewellis möchte am Standort auch ein Berufliches Gymnasium etablieren und hofft nun auf die Genehmigung durch die Bildungsagentur. Von Martina Arlt

Zum Tag der offenen Tür luden am Freitagnachmittag die Schüler und das Lehrerteam um Annett Tewellis von der Freien Oberschule Rietschen ein. Dort werden derzeit 85 Schüler von zwölf Lehrern unterrichtet. Diese Freie Schule gibt es seit 2005. Sie befindet sich im Fema-Gebäude in der Rothenburger Straße. Die Schüler kommen aus einem großen Einzugsgebiet zwischen Görlitz, Rothenburg, Daubitz, Rietschen, Bad Muskau, Sagar und Schleife. Seit fast vier Jahren leitet Annett Tewellis diese Bildungseinrichtung.

Am Freitag nutzten besonders die Eltern mit ihren Kindern, die jetzt noch eine vierte Klasse besuchen, diesen Tag der offenen Tür. In Rietschen werden die Schüler in sechs Klassen unterrichtet. Die Klassenstärke beträgt maximal 18 Schüler. Auch drei interaktive Tafeln befinden sich in den Klassenräumen der Freien Schule. „So können die starken und auch die schwächeren Schüler besser gefördert werden. Bei uns gibt es auch zwei Erzieher, die mit in die Klassen hineingehen, um beispielsweise die Integrationsschüler im Unterricht mit zu unterstützen. Bei uns herrscht eine sehr familiäre Atmosphäre“, sagt Schulleiterin Annett Tewellis, die auch Biologie und Deutsch unterrichtet.

Etwas Besonderes an dieser Schule ist, dass es verschiedene Unterrichtsformen gibt, so auch die freie Arbeit. „Das heißt aber nicht, dass die Schüler machen können, was sie möchten“, betont die Schulleiterin.

Ein großes Ziel für die Zukunft ist in der Schule der Aspekt des Freien Beruflichen Gymnasiums in Rietschen. „Wir möchten die Schule erweitern. Wir möchten den Schülern dieses Berufliche Gymnasium anbieten. Das Konzept steht. Ab nächstem Schuljahr soll dieses Angebot zum Tragen kommen. In einer dreijährigen Ausbildung werden die Schüler auf ihre Abiturprüfung und ihr künftiges Studium oder ihre Berufsausbildung vorbereitet. In drei Jahren könnten dann die Mädchen und Jungen das vollwertige Abitur ablegen“, so die Schulleiterin. Der Antrag für das Freie Berufliche Gymnasium wurde eingereicht und wird bei der Sächsischen Bildungsagentur bearbeitet. Eine Genehmigung erwarten die Rietschener in den nächsten Monaten.