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| 16:33 Uhr

Freie Schule Boxberg
Freie Oberschule bietet individuelle Förderung

 Am vergangenen Freitag hat die Freie Schule Boxberg in Zusammenhang mit dem Tag der offenen Tür ihr Ganztagsangebot vorgestellt. 95 Mädchen und Jungen besuchen zur Zeit die Einrichtung. Dieser können ihre erlernten Fähigkeiten beim Bootsbau anwenden. Seit drei Jahren wird hier eine Olympia Segeljolle restauriert.
Am vergangenen Freitag hat die Freie Schule Boxberg in Zusammenhang mit dem Tag der offenen Tür ihr Ganztagsangebot vorgestellt. 95 Mädchen und Jungen besuchen zur Zeit die Einrichtung. Dieser können ihre erlernten Fähigkeiten beim Bootsbau anwenden. Seit drei Jahren wird hier eine Olympia Segeljolle restauriert. FOTO: Joachim Rehle
Boxberg . In Boxberg haben sich davon am Freitag beim Tag der offenen Tür künftige Schüler und Eltern überzeugt. Von Christian Köhler

Trotz Haverie im Schulgebäude hat die Freie Schule Boxberg die Probleme gut bewältig. Davon jedenfalls ist Schulleiter Ralph Berthold überzeugt, als er jüngst im Gemeinderat aktuelle Informationen gegeben hat. Wegen eines Schwelbrandes während der Baumaßnahme am „Begegnungszentrum“ und den darauffolgenden Löscharbeiten hatte der Unterricht an drei verschiedenen Standorten in der Gemeinde durchgeführt werden müssen. Das ist nun Geschichte.

Heute ist die Schule samt frischsaniertem Begegnungszentrum wieder ein entspannter Ort des Lernens. Aber eben dann doch nicht so ganz mit staatlichen Schulen vergleichbar. „Wir als Freie Oberschule organisieren alles im Ehrenamt“, wird Berthold nicht müde zu betonen, „und wir wollen eine Schule für Boxberg sein.“ Das habe Träger- und Förderverein immer im Sinn gehabt und inzwischen schon seit Jahren bewiesen. Was nämlich an staatlichen Schulen langsam und nach und nach eingeführt wurde, gibt es in Boxberg schon lange: Ganztagsangebote von 7 bis 15 Uhr und individuelle Förderung für die Schüler. „Wir können uns allerdings keinen Sozialpädagogen leisten“, erklärt Ralph Berthold, „weil wir sonst das Schulgeld, was unsere Schüler und deren Eltern zahlen, erhöhen müssten.“ Ihm komme es mehr darauf an, dass es überhaupt eine Oberschule in Sachsens flächenmäßig größter Gemeinde gibt, die die Heranwachsenden ausbildet. Sozialpädagogisch betreut werden die Schüler deshalb über den Verein Schlupfwinkel. „Wir haben außerdem kaum Unterrichtsausfall, weil wir uns selbst mit unseren Lehrkräften sehr flexibel einteilen können“, so der Schulleiter. Und das zeige sich schließlich auch im Ergebnis bei den Abgängern der zehnten Klasse, zuletzt im vergangenen Schuljahr: „Wir haben keinen, der schlechter als 3,0 abgeschlossen hat.“

Allerdings verschweigt der Schulleiter keine Probleme, die sich vor allem im Bereich der Fachkräftegewinnung zeigen. „Es wird immer schwieriger, neues Personal und Lehrkräfte zu finden“, erläutert er dem Rat. Dabei fürchtet Ralph Berthold, dass sich die Marktbedingungen auf absehbare Zeit in der Lausitz kaum ändern werden. Derzeit unterrichten 14 Lehrer an der Schule. Wenn Ralph Berthold einen Wunsch frei hätte, würde er sicher dafür sein, dass das komplette Schulgebäude eines Tages saniert wird, „aber daraus wird zur Zeit wohl nichts“.