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| 01:04 Uhr

Frauen schauen über Tellerrand

Rietschen.. Netzwerke und das ehrenamtliche Engagement von Frauen im ländlichen Raum waren die Themen der Diskussionsrunde, die gestern Vormittag im Erlichthof in Rietschen stattfand. Angelika Brinkop

44 Unternehmerinnen und andere interessierte Frauen aus dem Niederschlesischen Oberlausitzkreis sowie aus Görlitz und Zittau hatten sich auf Einladung des Vereins RegioChance in der Veranstaltungsscheune zusammengefunden.
Sozialministerin Helma Orosz betonte in ihrem Vortrag, dass es noch mehr gelingen müsste, Ehrenamtliche in die Unternehmenskultur einzubinden. „Frauen lernen das Management schon in der Familie“ , machte sie dem weiblichen Geschlecht Mut, selbstbewusster aufzutreten. Netzwerke dienten den Frauen als Rückhalt und können das Gefühl vermitteln, gebraucht zu werden.
Der Verein RegioChance trifft sich einmal monatlich an verschiedenen Standorten. Die überwiegend selbstständigen Frauen nutzen diese Möglichkeit, um sich Anregungen zu holen und auch über den eigenen Tellerand hinaus zu gucken.
Daniela Stürmer und Marion Schulz übergaben gestern im Namen aller Ehrenamtlichen des Jugendklubs W.C.B. einen offenen Brief an Ministerin Helma Orosz, an Sozialdezernentin Martina Weber, Landrat Bernd Lange, Gleichstellungsbeauftrage Ines Fabisch sowie Angela Paulke, Pressesprecherin im Rathaus Weißwasser.
In ihrem Brief weisen die zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiter darauf hin, wie viel in den letzten Jahren durch ihr Engagement erreicht wurde. Projekte wie Elternfrühstück, Kinderdisco, Jugendtreff, Mitternachtsfußball oder Theaterangebote wurden von sehr vielen Eltern und Kinder gut angenommen. Mit der Entscheidung, die Jugendhilfeagentur im W.C.B. zu schließen, werde das aufgebaute Vertrauensverhältnis wieder zerstört.
„Was wird aus den Kindern, Jugendlichen und Eltern„ Soll es diese Angebote für sie 2006 nicht mehr geben“ Warum ist unsere Arbeit auf einmal nichts mehr wert?“ , fragen die ehrenamtlichen W.C.B.-Mitarbeiter besorgt.