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| 02:44 Uhr

Forscher entdeckt seltene Wegwespe in Muskauer Heide

Wolf Harald Liebig.
Wolf Harald Liebig. FOTO: trt
Bad Muskau. Die Muskauer und Neustädter Heide gelten deutschlandweit als einzigartiges Refugium für mehrere Insektenarten. Der Bad Muskauer Entomologe Wolf-Harald Liebig bezeichnete diesen Landstrich als "Schatz, den es zu bewahren gilt". trt

So kommen Grabwespen, die eng mit den Bienen verwandt sind, in der Muskauer Heide in 152 Arten vor. Zum Vergleich: In ganz Deutschland leben 263 Grabwespenarten. Demzufolge deckt die Wald- und Heidelandschaft zwischen Weißwasser, Spremberg, Hoyerswerda und Niesky rund 58 Prozent des Gesamtvorkommens zwischen Rhein und Oder ab.

Darüber hinaus, so Liebig, sei dort bundesweit der Erstnachweis für die Deutsche Wegwespe (Arachnospila silvana) gelungen. In der Muskauer Heide sei die Sandbiene erstmals für Sachsen nachgewiesen worden. Und eine weitere Grabwespenart konnte in der Neustädter Heide zum ersten Mal seit dem Jahr 1966 in Deutschland wiedergefunden werden.

Die Grabwespen mögen trockene, sonnige und sandreiche Standorte, wie es sie in der dünenreichen und relativ niederschlagsarmen Muskauer Heide gibt. Wolf Harald Liebig befasst sich bereits seit dem Jahr 1982 mit dieser Insektengruppe.