Vertreter der Landkreise und Kommunen diskutierten am Dienstag mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments über Gegebenheiten, Entwicklungsziele und Möglichkeiten des deutsch-polnisch-tschechischen Grenzraums, teilt der Landkreis Görlitz mit. „Wir sind wieder ein Stück bekannter geworden. Gleichzeitig haben wir vor den anwesenden EU-Parlamentariern die Notwendigkeit der weiteren Förderung der Euroregion über das Jahr 2012 hinaus unterstrichen und vereinfachte Regularien gefordert“, resümierte Landrat Bernd Lange (CDU), der auch Präsident der deutschen Seite der Euroregion Neiße ist.

Das betreffe vor allem die weitere Förderung von Kleinprojekten. 2013 sollen neue Förderrichtlinien der EU in Kraft treten. „Wir haben in den zurückliegenden 20 Jahren in unzähligen Projekten viel für unsere Dreiländerregion erreichen können, vieles ist im Fluss. Dieser Prozess darf nicht aufs Spiel gesetzt werden“, ergänzte Lange, der von den anwesenden EU-Parlamentariern in dieser Auffassung unterstützt wurde.

Am Rande der Konferenz unterzeichneten die Vertreter der Euroregion Bernd Lange, Martin Puta (CR) und Artur Bielinski, (Vizepräsident der polnischen Euroregion) einen Vertrag mit den EVTZ (Europäische Verbünde für territoriale Zusammenarbeit), die sich für die Überwindung von Hindernissen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit einsetzen.

Auf gute Resonanz mit rund 100 internationalen Gästen stieß am Abend die Eröffnung der Ausstellung „Park-Landschaft-Kunstraum“ mit Kunstwerken, die 2009 in einem internationalen Pleinair in Bad Muskau und Schloss Morawa (Polen) entstanden. Die Ausstellung wurde an exponierter Stelle im Gebäude des EU-Parlaments platziert und wird dort noch bis zum kommenden Donnerstag gezeigt.