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| 22:46 Uhr

Vorhaben
Förder-Millionen für kreative Projekte

Für die Oberschule in Krauschwitz werden Brandschutzmaßnahmen wie der Einbau entsprechender Türen gefördert.
Für die Oberschule in Krauschwitz werden Brandschutzmaßnahmen wie der Einbau entsprechender Türen gefördert. FOTO: Joachim Rehle
Krauschwitz. Anträge sind bis 9. Mai beim Leader-Regionalmanagement Östliche Oberlausitz möglich. Von Gabi Nitsche

Für interessante und innovative Projekte der ländlichen Entwicklung stehen weitere Gelder aus dem europäischen Fördertopf der ländlichen Entwicklung (Leader)  für die 23 Gemeinden entlang der Neiße von Bad Muskau im Norden bis Ostritz im Süden zur Verfügung. In dieser aktuellen Runde, es ist die zehnte,  sind es 2,45 Millionen Euro. Darauf weist Barbara Werling vom Regionalmanagement Östliche Oberlausitz hin. „Bis zum 9. Mai ist noch Zeit, um Projekte bei uns einzureichen. Mitte Juni fällt dann die Entscheidung.“  Gefördert werden Privatpersonen, Gewerbebetriebe, Vereine und Institutionen  und deren Maßnahmen, die die ländliche Lebensqualität verbessern, einen demografiegerechten Dorfumbau ermöglichen oder helfen, regionale Identität zu steigern. Chancen auf Förderung haben des Weiteren Projekte im Bereich Tourismus und solche, die den Ausbau der regionalen Vernetzung unterstützen. Berücksichtigung finden dabei auch bürgerschaftliches Engagement und nicht investive Projekte.

Die aktuelle Leader-Förderperiode  geht noch  bis 2020, wobei erste Gelder 2015 geflossen sind. Seit dem Start kamen in der Östlichen Oberlausitz – das ist eine von fünf Förderkulissen im Landkreis Görlitz und von dreißig in Sachsen – bereits um die zehn Millionen Euro zusammen. Barbara Werling ermuntert dazu, im touristischen Bereich gern noch die eine oder andere kreative Idee an den Start zu bringen. „Wenn jemand zum Beispiel durch Umbau eine Beherbergungsstätte oder neue Ferienwohnungen schafft mit mindestens neun Betten, dann sind die Chancen gut, dass wir das unterstützen.“ Um sicher zu gehen, ob es klappen könnte, rät die Görlitzerin, sich vom Regionalmanagement beraten zu lassen. Es kurzer Anruf kann schon manches Mal helfen, Fragezeichen aus dem Weg zu räumen. „Auch, wenn jemand größere Marketingmaßnahmen vorhat und sich unsicher ist.“ Die Beraterin wirbt auch für Vorhaben zugunsten touristischer Infrastruktur. Ein Stichwort sind Rastplätze an Radwegen

Jedes Jahr erfolgen drei bis vier Aufrufe, sich mit Projekten um staatliche Förderungen zu bemühen. Aktuell ist eine Runde gerade beendet worden, und nun tagt demnächst der Koordinierungskreis und wägt ab, welche der 18 eingereichten Maßnahmen in den Genuss kommen.  Diese seien vielfältig und stammen aus unterschiedlichen Bereichen. Auch private Häuslebauer sind dabei. Andere würden gern leerstehende Gebäude zu altersgerechten Wohnungen umbauen, nennt Julia Nawroth, die ebenfalls im Büro des Leader-Regionalmanagements tätig ist, einige Beispiele.  Insgesamt geht es um ein Budget von rund 1,9 Millionen Euro, welches zu vergeben ist.

Ende letzten Jahres  standen rund 2,4 Millionen Euro zur Verfügung und das ausschließlich für soziokulturelle Vorhaben. Zu jenen Gemeinden, die vom Koordinierungskreis berücksichtigt wurden, gehörte zum Beispiel Krauschwitz. Als Schulträger geht es der Gemeinde um Brandschutzmaßnahmen an der Oberschule. Reichenbach erhielt Fördergelder für einen Erweiterungsbau der Grundschule und Schönau-Bertsdorf für ein Begegnungszentrum.

Die Gebietskullisse Östliche Oberlausitz mit den 23 Kommunen reicht vom Muskauer Faltenbogen im Norden bis zum Oberlausitzer Bergland im Süden, schließt die Neiße als Grenzfluss zu Polen im Osten und die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft im Westen mit ein. Ein Koordinierungskreis prüft die eingegangenen Projekte und bewertet sie anhand festgelegter Bewertungskriterien. Die Projekte mit den meisten Bewertungspunkten, die innerhalb des festgesetzten Budgets für diese Maßnahme liegen, werden für eine Förderung ausgewählt. Dann erst kann ein Förderantrag bei der Bewilligungsbehörde gestellt werden.