Das Wasser in Spree und Neiße, die Talsperren Bautzen und Quitzdorf und der Tagebaurestsee Knappenrode gehören zum Aufgabenbereich von Stefan Jentsch. Er hat ab Anfang April den Hut des Betriebes Spree/Neiße der Landestalsperrenverwaltung (LTV) auf, teilt Pressesprecherin Katrin Schöne mit. Der neue Leiter folgt auf Sebastian Fritze, der im Oktober 2020 zum Präsidenten des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg berufen worden war

Wasserhaushalt muss zukunftsfest sein

Stefan Jentsch ist Diplomingenieur für Konstruktiven Wasserbau. Während seines Studiums an der Technischen Universität Dresden zog es den Reichenbacher nach Äthiopien an die Arba Minch University. Seit 2009 ist er in verschiedenen Positionen im Staatsbetrieb beschäftigt. „Ich freue mich sehr auf meine neue verantwortungsvolle Aufgabe“, sagt der neue Betriebsleiter. „Mit dem Ende des Bergbaus kommen auf die Region große Strukturveränderungen zu. Für die Landestalsperrenverwaltung gilt es insbesondere, den Wasserhaushalt der gesamten Region zukunftsfest zu strukturieren. Dazu gehört unter anderem die Integration der vielen neuen Seen, die hier in den letzten Jahrzehnten durch die Flutung ehemaliger Tagebaue entstanden sind und in Zukunft noch hinzukommen werden. Aber auch im Bereich des nachhaltigen Hochwasserschutzes und der naturnahen Gewässerentwicklung gibt es im Betrieb Spree/Neiße viele spannende Aufgaben.“

Zwei Hochwasserschutzlager im Arbeitsbereich

Die LTV Sachsen besteht aus einer Zentrale in Pirna und fünf regionalen Betrieben. Die großen Brauchwasserspeicher in Ostsachsen – wie die Talsperren Bautzen und Quitzdorf – werden vom Betrieb Spree/Neiße mit Sitz in Bautzen bewirtschaftet. Dazu gehören auch die Tagebaurestseen Knappenrode und Lohsa I sowie fünf Hochwasserrückhaltebecken.
Rund ein Drittel der Gewässer erster Ordnung im Freistaat fallen in den Aufgabenbereich Spree/Neiße. An diesen befinden sich neben anderen wasserwirtschaftlichen Anlagen mehr als 100 Wehre. Außerdem ist der Betrieb für den Hochwasserschutz an den Landesgewässern des in Ostsachsen zuständig. In den vergangenen Jahren wurden in vielen Orten Deiche saniert und neue Hochwasserschutzanlagen gebaut. Der Betrieb betreibt zudem zwei Hochwasserschutzlager, und zwar in Lohsa und in Görlitz-Hagenwerder.