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| 16:54 Uhr

Verfolgungsjagd auf A 4
Flucht vor der Polizei endet für 24-Jährigen in der Leitplanke

Mit bis zu 130 Stundenkilometern ist ein polnischer Autofahrer vor der Polizei geflüchtet, hat dabei auf der A 4 rechts überholt und andere gefährdet, um schließlich in der Leitplanke zu landen.
Mit bis zu 130 Stundenkilometern ist ein polnischer Autofahrer vor der Polizei geflüchtet, hat dabei auf der A 4 rechts überholt und andere gefährdet, um schließlich in der Leitplanke zu landen. FOTO: Frank Hilbert
Görlitz. Die Polizei verfolgt einen 24-Jährigen auf der A 4 bei Görlitz. Er rast mit 130 Sachen durch den Königshainer Tunnel und versucht, den Streifenwagen zu rammen. Seine Raserei endet in der Leitplanke. Vor der Verfolgungsjagd hätte er fast eine Beamtin überfahren.

Die versuchte Kontrolle eines polnischen Autofahrers auf der A 4 bei Görlitz hat am Samstag in der Leitplanke geendet. Der unter Drogen stehende Fahrer wurde verletzt, teilt die Bundespolizei am Montag mit. Er wurde ins Görlitzer Klinikum gebracht.

Es ist kurz nach 8 Uhr, als eine nicht im Dienst befindliche Bundespolizistin im Markersdorfer Ortsteil Gersdorf einen Mann bemerkt, der offensichtlich dabei ist, günstige Einbruchsgelegenheiten auszuspionieren, schildert Pressesprecher Ralf Zumbrägel. Sie spricht den Mann an und fordert eine Erklärung für sein Handeln. Daraufhin ergreift dieser mit einem in der Nähe abgestellten Pkw die Flucht. Die Beamtin stellt sich dem Flüchtenden in den Weg und kann sich nur mit einem Sprung zur Seite in Sicherheit bringen. Obwohl der Pkw-Fahrer das auf der Straße abgestellte Fahrrad der Beamtin überfährt, setzt er seine Flucht fort. Umgehend informiert die Beamtin ihre Dienststelle.

Kurze Zeit später erkennen Beamte der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf den Wagen mit polnischer Zulassung an der Autobahnauffahrt Görlitz. Als die Fahnder das Fahrzeug am Rastplatz Wiesa kontrollieren wollen, folgt der 24-Jährige zunächst der Anhalteaufforderung, setzt dann aber seine Flucht mit hohem Tempo Richtung Bautzen fort. Die Polizisten nehmen die Verfolgung auf.

Mit bis zu 130 Stundenkilometern geht die Verfolgungsjagd durch den Könighainer Tunnel. Dabei überholt der Flüchtige auch auf der rechten Fahrbahnseite, bringt mehrfach andere unbeteiligte Verkehrsteilnehmer in Gefahr. „Mit Unterstützung weiterer Streifenwagen konnte der PS-Rambo schließlich auf der A 4 kurz vor der Anschlussstelle Nieder Seifersdorf gestellt werden“, so Zumbrägel.

Der Flüchtende versucht einen Streifenwagen zu rammen, was ihm aber misslingt. Er schlägt nahezu ungebremst in die linke Leitplanke ein, durch die Wucht der hohen Geschwindigkeit prallte er anschließend in die rechte Leitplanke, wo er auch zum Stehen kommt.
Bei der anschließenden Festnahme leistet er keinen Widerstand, allerdings sind seine durch den Unfall erlittenen Verletzungen so stark, dass er im Krankenhaus behandelt werden muss.
Bei der Überprüfung des Mannes stellte sich heraus, dass er vermutlich unter dem Einfluss von Drogen stand und an dem offensichtlich nicht versicherten Wagen falsche Kennzeichen angebracht hatte. Gegen ihn wird nun ermittelt unter anderem wegen Urkundenfälschung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

(red/dh)