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Fliegende Mitbewohner fühlen sich in Rietschen-Werda wohl

Detlef Woithe und Veronika Schaefer vor ihrer Fledermausplakette mit der dazu gehörigen Urkunde.
Detlef Woithe und Veronika Schaefer vor ihrer Fledermausplakette mit der dazu gehörigen Urkunde. FOTO: Foto: André Kurtas
Rietschen-Werda.. Während sich manche Leute Hunde oder Katzen als Haustiere halten, zählen bei Veronika Schaefer und Detlef Woithe Fledermäuse zu den Mitbewohnern im Haus. André Kurtas


„Alles begann bereits 1999, als wir plötzlich eines Abends Fledermäuse auf unserem Grundstück beobachten konnten“ , berichtet Detlef Woithe. Von diesem Zeitpunkt an beschäftigt er sich mit den niedlichen Tierchen, beschaffte sich Literatur darüber, um mehr über Verhalten und Lebensweise der Fledermäuse zu erfahren. Doch das ist inzwischen längst Geschichte.
Detlef Woithe und Veronika Schaefer aus Rietschen-Werda sind inzwischen schon zu wahren Fledermausexperten geworden.
„Derzeit fühlen sich unter unserem Dach etwa 20 Muttertiere wohl“ , freut sich Veronika Schaefer. Gegenwärtig wird bereits Nachwuchs erwartet, so dass bald schon eine stattliche Anzahl der „Flugtiere“ hinzu kommen könnte.
Mit der Aufzucht von Jungtieren haben die Rietschener Fledermauseltern bereits so ihre Erfahrungen gemacht. Erst im April zogen sie solch einen kleinen Flieger auf. „Ganze 24 Gramm brachte die kleine Fledermaus auf die Briefwaage, als wir sie bei uns entdeckten, es war eine Fledermaus der Gattung braunes Mausohr und ein männliches Tier, wie wir feststellen konnten“ ,weiß Veronika Schaefer zu berichten. Der Abendsegler bekam seine Nahrung mit der Pipette eingeflößt bis er flugtauglich war und sich gestärkt zu seinen Artgenossen gesellte.
Oben auf dem Dachboden, hinter dem Dachsparren, fühlen sich die Tiere derzeit im Haus in Rietschen Werda wohl. Damit ihnen auch ja nichts fehlt, hat Detlef Woithe für seine fliegenden Mitbewohner auch entsprechende Behausungen gebaut, in denen sie sich bei Bedarf zurück ziehen und auch ihren Nachwuchs großziehen können.
Für ihr Engagement erhielten die beiden Rietschener bereits schon vor längerer Zeit den so genannten „Fledermausorden“ . Eine Plakette, die an der Haustür angebracht ist und darüber Auskunft gibt, dass hier Leute wohnen, die sich für Fledermäuse engagieren. Bereits am Freitagabend bekamen im Schloss Niederspree weitere Naturschützer im Rahmen der Aktion „Fledermaus komm nach Haus“ diese Plaketten samt Urkunden überreicht.