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Findlingspark wird international

Der Findlingspark Nochten ist seit gestern wieder geöffnet. Gleich am ersten Tag sind mehr als 30 Besucher gekommen.
Der Findlingspark Nochten ist seit gestern wieder geöffnet. Gleich am ersten Tag sind mehr als 30 Besucher gekommen. FOTO: Christian Köhler
Nochten. Seit Mittwoch ist die Saison für den Findlingspark in Nochten offiziell eröffnet. "Wir konnten am ersten Tag bereits mehr als 30 Gäste begrüßen", erklärt der Vorsitzende des Fördervereins Ulrich Klinkert. Christian Köhler

Seit gut zwei Wochen sind die Mitarbeiter im Park unterwegs und haben akribisch verschnitten, gejätet und Vorbereitungen für die neue Saison getroffen. Immerhin schillern in dieser Jahreszeit die Winterheide, die Alpenveilchen, aber auch zahlreiche Frühblüher bereits im Park hervor und sorgen für Farbtupfer.

"Der Park soll in diesem Jahr noch familienfreundlicher, internationaler, mehrsprachiger und kultureller werden", kündigt Klinkert an. Er und das gesamte Team vom Findlingspark wollen dabei auf bewährte Angebote wie das Heidefest am 27. August, aber auch auf neue Veranstaltungsformate setzen. So haben sich die Nochtener über die Wintermonate eine ganze Reihe von neuen Partnern an Land gezogen, mit denen künftig eng zusammengearbeitet wird. "Wir freuen uns, dass wir mit der polnischen Stiftung ‚Schlösser und Parks im Hirschberger Tal' die kulturelle und touristische Vielfalt bereichern können", sagt der Vereinschef.

Gemeinsam mit dem Christlich-Sozialen-Bildungswerk Sachsen ist ein Programm entwickelt worden, das vier Veranstaltungen in den Parks in Nochten, in Panschwitz-Kuckau sowie im polnischen Bukowiec und Hirschberg vorsieht. In Nochten ist für Mitte August ein Auftritt des Leschnitzer Jugendblasorchesters aus dem Nachbarland vorgesehen.

Gleichzeitig soll künftig im Findlingspark noch stärker zum Ausdruck kommen, dass sich das Kleinod in der deutsch-sorbischen Lausitz befindet. "Wir werden unsere Druckerzeugnisse und Führungen künftig in deutscher und sorbischer Sprache anbieten", berichtet Ulrich Klinkert. Zudem sollen sorbische Künstler im Park auftreten.

Für das Osterfest haben sich die Parkfreunde etwas Besonderes einfallen lassen: Jedes Kind bekommt zum Familientag am Ostermontag eine frisch eingetopfte Pflanze mit nach Hause. "Und wer sie blühend wieder zurückbringt, bekommt eine Familieneintrittskarte", erklärt Hans Ulbrich, der den Park seinerzeit mit Klaus Kotzan aufgebaut hat und noch heute Herr über mehr als 1000 Pflanzenarten ist. Im Jahr 2017 sollen wieder etwa 50 neue dazukommen, verrät er.

Ulbrich sprüht nur so vor Ideen. So soll beispielsweise das Waldmoor im hinteren Parkteil umgestaltet werden. "Ein Garten ist eben nie fertig", sagt er und verspricht: "Zum Tulpen- und Narzissenfest am 2. April steht bei uns alles in voller Blüte." Nun muss nur noch das Wetter mitspielen.