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| 16:25 Uhr

Heimatgeschichte
Findlingspark feiert 15-jähriges Bestehen

Der Findlingspark Nochten hat in seinen 15 Jahren viele Fans in nah und fern gewonnen. Diese loben vor allem, wie gepflegt die Anlage ist.
Der Findlingspark Nochten hat in seinen 15 Jahren viele Fans in nah und fern gewonnen. Diese loben vor allem, wie gepflegt die Anlage ist. FOTO: Richter Torsten
Weißwasser. Im nächsten Jahr stehen in der Region um Weißwasser zahlreiche Jubiläen ins Haus. Die RUNDSCHAU gibt einen Überblick.

(amz) 100 Jahre sind seit dem Ende des Ersten Weltkrieges ins Land gegangen, 70 seit dem Beginn der Berliner Luftbrücke und 50 seit dem „Prager Frühling“. Doch auch im Lokalen, konkret in der Region Weißwasser, wird es im Jahr 2018 zahlreiche freudige und traurige Jubiläen geben. Am 1. August jährt sich die Geburtsstunde des Landkreises Görlitz zum zehnten Mal. Dieses Gebilde wurde aus dem Niederschlesischen Oberlausitzkreis, dem größten Teil des Landkreises Löbau-Zittau sowie der zuvor kreisfreien namensgebenden Stadt gebildet. Genau ein halbes Jahrzehnt ist es her, dass das neue Kreishaus gegenüber des Görlitzer Bahnhofes bezogen wurde. Zuvor musste die Verwaltung mit der Jägerkaserne vorliebnehmen.

Das Weißwasseraner Lokal „Waldhaus“ am Braunsteich entstand im Jahr 1938 komplett neu. Es war zwei Jahre zuvor abgebrannt. Der damalige Gastwirt hatte Feuer gelegt und sich anschließend das Leben genommen. Vor anderthalb Jahrzehnten erfolgte die Privatisierung des Tierparks Weißwasser. Am 8. Juni 2018 kann der Förderverein Glasmuseum Weißwasser auf den Tag genau auf 25 Jahre zurückblicken. Das Museum öffnete erstmals anno 1996 seine Türen für die Öffentlichkeit.

Am 23. August 2013, vor fünf Jahren, ging die neue Eisarena in Weißwasser in Betrieb. Bereits 90 Jahre werden am 21. Dezember 2018 seit der Eröffnung des Volkshauses in der Glasmacherstadt vergangen sein. Sogar 125 Jahre her ist die Einweihung der evangelischen Kirche.

Die Bad Muskauer können auf 15 Jahre Partnerschaft mit ihrer Nachbargemeinde Leknica (Lugknitz) zurückblicken. In Gablenz wird das Jubiläum „750 Jahre Ersterwähnung“ auf dem Programm stehen. Der Ort taucht erstmals im Jahr 1268 in einer Oberlausitzer Grenzurkunde auf.

Vor 80 Jahren wurden Krauschwitz und Keula zur Gemeinde Krauschwitz zusammengeschlossen. Genau 60 Jahre ist die örtliche Mittelschule alt. Ebenfalls 80 Jahre ist es her, als zwischen Werdeck und Pattag eine Holzbrücke über die Neiße eröffnet wurde. Diese bestand allerdings nur sieben Jahre. Anno 1945 wurde die Überführung aufgrund des Zweiten Weltkrieges zerstört.

Grund zum Feiern haben Kinder und Erzieher im Kindergarten „Spatzennest“ Groß Düben. Am 16. September 1968 wurde die heutige Einrichtung eingeweiht. Allerdings wird im Dorf bereits im Jahr 1940 ein Kindergarten erwähnt, heißt es in der Ortschronik.

Vor 50 Jahren erfolgte der Aufschluss des Tagebaus Nochten. Seit 45 Jahren wird dort Braunkohle gefördert. Noch heute bestimmt der Tagebau maßgeblich die Landschaft des Altkreises Weißwasser mit. Die Grube ist Hauptversorger für das Kraftwerk Boxberg. Die Grundsteinlegung für diese Anlage erfolgte ebenfalls vor einem halben Jahrhundert, und zwar am 3. Oktober 1968. Für den Tagebau Nochten musste Ende der 1970er-Jahre das Spreedorf ­Tzschelln­ weichen. Am 16. Juli 2018 werden seit der Sprengung der dortigen Fachwerkkirche genau 40  Jahre ins Land gegangen sein. Im Sommer 2003, vor 15 Jahren, fand an der Erinnerungsstätte der „Tag der abgebaggerten sorbischen Dörfer“ der sorbischen Dachorganisation Domowina statt.

Am 1. Juli 1978 wurde Bärwalde wieder eine selbstständige Gemeinde. Grund war die Devastierung des Mutterortes Merzdorf durch den Tagebau Bärwalde. Übrigens jährt sich die urkundliche Ersterwähnung von Merzdorf und des benachbarten, ebenfalls abgebaggertes Ortes Schöpsdorf anno 2018 zum genau 600. Mal. Zurück zu Bärwalde: Am 1. Januar 2018 ist es genau 20 Jahre her, dass der Ort von der Gemeinde Lohsa im damaligen Kreis Kamenz zur Gemeinde Boxberg in den damaligen Niederschlesischen Oberlausitzkreis wechselte. Ebenfalls 1998 wurde die Spreestraße von Box­berg nach Neustadt eröffnet.

Vor 45 Jahren, am 1. Januar 1973, gab es im Süden des Kreises Weißwasser größere administrative Änderungen. Die Gemeinden Hammerstadt, Altliebel und Viereichen wurden zur Gemeinde Viereichen zusammengeschlossen.

Am 1. Mai 2018 jährt sich die Eröffnung des Nochtener Findlingsparks zum 15. Mal. Ebenfalls 2003 nahmen die Reichwalder ihr Freibad wieder in Betrieb. Im gleichen Jahr erfolgte die umfassende Sanierung der Grundschule Boxberg. Zehn Jahre her ist die Einweihung des Klittener Hafens am Bärwalder See. Zeitgleich wurden die Schiffsanlegestellen in Boxberg und Uhyst vollendet. Und Seemaskottchen Bärta feiert 2018 ihren fünften Geburtstag.

Bärta, das Maskottchen des Bärwalder Sees, wird in diesem Jahr fünf.
Bärta, das Maskottchen des Bärwalder Sees, wird in diesem Jahr fünf. FOTO: Regina Weiß / Regina Weia
(amz)