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| 13:46 Uhr

Bahnhofsumbau Zittau
Finaler Akt für Zittauer Bahnhofsumbau

Brücke in spé: Die neben ihrer Vorgängerin aufgebaute Brücke an der Zittauer Tongasse wird ab dem kommenden Wochenende eingeschoben.
Brücke in spé: Die neben ihrer Vorgängerin aufgebaute Brücke an der Zittauer Tongasse wird ab dem kommenden Wochenende eingeschoben. FOTO: Uwe Menschner
Zittau. Nach dem Einschub einer neuen Brücke sind die Arbeiten bis auf wenige Reste abgeschlossen. Unterdessen gibt es Sorge um die Spätverbindung nach Weißwasser. Von Uwe Menschner

Beim Umbau des Zittauer Bahnhofes und der angrenzenden Gleisanlagen steht das Finale unmittelbar bevor: An diesem Wochenende beginnt der Einschub der neuen Eisenbahnbrücke Tongasse. Für den Abriss des Vorgängerbaus und den Einschub der vorgefertigten Brücke muss der Streckenabschnitt Zittau–Ebersbach von Samstag, 7. Juli, bis Sonntag, 15. Juli, für den Zugverkehr gesperrt werden. (Fahrplanänderungen unter: https://www.laenderbahn.com/trilex/fahrplan/fahrplanaenderungen).

Die aus dem 19. Jahrhundert stammende alte Brücke wird durch ein Stahlrahmenbauwerk ersetzt, wobei die lichte Höhe und Weite unverändert bleiben. „In der genannten Zeit erfolgen der Rückbau der Gleise über die alte Brücke und der Abbruch des alten Bauwerks“, erklärt die für Sachsen zuständige Sprecherin der Deutschen Bahn AG, Erika Poschke-Frost.

„Anschließend werden das neue Bauwerk eingeschoben, die Baugrube hinterfüllt und die Gleisanlagen auf der neuen Brücke hergestellt. Bis Mitte Oktober 2018 sind die Trinkwasser-, Abwasser-, Gas- und Stromleitungen im Bereich der Tongasse unter der Brücke neu zu verlegen sowie die Straße einschließlich des Fußweges herzurichten“, wie Erika Poschke-Frost weiter informiert.

Der Neubau der Bahnbrücke Tongasse ist Bestandteil des komplexen Umbaus des Zittauer Bahnhofs zu einem wichtigen Bahnknotenpunkt für Ostsachsen. Von hier gehen Strecken in Richtung Dresden, Liberec sowie Görlitz-Cottbus aus. Seit dem August 2017 hat die Deutsche Bahn AG Gleise, Weichen, Signal- und Sicherungstechnik modernisiert, ein Elektronisches Stellwerk errichtet und den Bahnhof barrierefrei gestaltet. Bahn und Bund investierten dafür circa 45 Millionen Euro.

Als noch verbleibende Aufgaben im Jahre 2018 nennt Erika Poschke-Frost Restarbeiten am Hausbahnsteig und Arbeiten an den Aufzügen sowie an den denkmalgeschützten Bahnsteigdächern. Letztere ziehen sich nach ihren Angaben bis in das Jahr 2019 hinein.

  Schon jetzt ist die gesamte Strecke zwischen Bischofswerda und Zittau mit moderner Leit- und Sicherungstechnik ausgestattet. Dies schafft laut Bahn AG die Voraussetzungen für einen „Taktknoten, der den Bahnverkehr in Südostsachsen wesentlich attraktiver macht“.