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| 08:52 Uhr

Folgen des Supersommers
Wasser marsch für den Kromlauer Park

Ein großer Ast ist auf einen Teil des Inselteichs gefallen. Die Buche, die bei einem vorangegangenen Parkseminar schon einmal gesichert wurde, hat den Ast vermutlich wegen Trockenstress’ abgeworfen.
Ein großer Ast ist auf einen Teil des Inselteichs gefallen. Die Buche, die bei einem vorangegangenen Parkseminar schon einmal gesichert wurde, hat den Ast vermutlich wegen Trockenstress’ abgeworfen. FOTO: Regina Weiß
Kromlau. Die lang anhaltende Trockenheit macht der Gemeinde mit Blick auf die Pflanzen immer mehr Sorgen. Von Regina Weiß

Temperaturen, die an der 30-Grad-Marke kratzen und kein Regen in Sicht – viele freut dieser Spätsommer, nicht so den Gablenzer Gemeinderat. Die Verantwortlichen machen sich mehr und mehr Sorgen über die Trockenheit und die Folgen, die dieselbe für den Kromlauer Park haben könnte. Derweil mit Fördermillionen Verbesserungen im Parkambiente angeschoben sind, machen möglicherweise die Pflanzen schlapp. Undenkbar! Jetzt soll ein Feuerwehreinsatz helfen, wurde am Montag bei der Gemeinderatssitzung beschlossen.

„Ich habe eine Runde durch den Park gedreht. Was ich dort gesehen habe, das tut mir weh“, so Bürgermeister Dietmar Noack (CDU). Regen wäre ihm in diesen Tagen lieber als die weitere Trockenheit. Er befürchtete, dass dieser Sommer Schaden macht am historischen Pflanzenbestand in der Parkanlage. „Ich weiß nicht, ob es alle Pflanzen schaffen und im nächsten Frühjahr wieder kommen“, so Noack. Man sehe an den Rhododendren, wie sie ihre Blätter einrollen, so ihre Oberfläche verkleinern und damit versuchen, sich selbst zu schützen. Da helfe nur noch Wasser. Schon einmal hat die Gemeinde in diesem Sommer deshalb die Pumpe angeschmissen, um den kleinen Rakotz aus dem Wasserwerk heraus künstlich zu befüllen. Das habe dem Bestand in diesem Bereich geholfen. Ebenfalls geholfen hat, dass Gemeindearbeiter Frank Domel und die Ein-Euro-Jobber fleißig die Neupflanzungen der letzten Jahre rund um den Inselteich bewässert haben. So konnten nach Einschätzung von Gemeinderat und Umweltausschussvorsitzendem Uwe Horbaschk größere Schäden im dem Bereich vermieden werden.

Doch der Park braucht mehr Hilfe. Deshalb wird wieder Wasser gepumpt. Außerdem sollen die Feuerwehren der Gemeinde helfen. Da der Kromlauer Wehrleiter Axel Paulik gleichzeitig Ratsmitglied ist, kann man sich Montag schnell verständigen. Freddy Schmidtke, Wehrleiter von Gablenz, wird gleichfalls mit ins Boot geholt.

Am Mittwoch, 19. September, wollen sich Bürgermeister und möglichst beide Wehrleiter die Flächen ansehen, wohin das Wasser mithilfe der Kameraden gebracht werden soll. Der Bereich am Kavalierhaus ist eine solche Fläche, wo Wasser dringen Not tut. Der Einsatz soll möglichst am Wochenende stattfinden, damit die Feuerwehren genug Personal zusammentrommeln können.

„Es ist eine Katastrophe, wir müssen wirklich schnell reagieren“, unterstreicht Noack die Notwendigkeit dieses besonderen Feuerwehreinsatzes. Für Schnittchen und Getränke werde die Gemeinde sorgen, kündigt er an.

Im Zuge des Parkseminars (siehe Infokasten) will Uwe Horbaschk mit den Gartenfachleuten vom Sächsichen Heimatschutz das Thema Rakotzsee ansprechen. In diesem fehlt ja bedingt durch die Baumaßnahmen und die Voruntersuchungen seit dem Frühjahr das Wasser. „Und das wird ja auch noch eine Weile so bleiben. Das hat mit Sicherheit auch Auswirkungen auf den Bestand rings um das Areal“, so Horbaschk.