Zuverlässig, professionell und zu allem bereit. So schätzt der Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr in Schleife, Mario Klar, die Kameraden ein. Retten, Löschen, Bergen, Schützen, kameradschaftlich als Team agieren und all das gleiche Ziel vor Augen – das sind Leistungen und Eigenschaften, die Feuerwehrleute überall im Land erbringen müssen. „Und das müssen wir auch, denn die Feuerwehr im Allgemeine, ist seit Jahren nicht nur mehr beim Urgedanken der Brandbekämpfung gefordert, sondern längst in allen Notlagen gefragt“, sagt Mario Klar.

Die Feuerwehr sei bereits als zuverlässiger Retter in den Köpfen der Bevölkerung verankert. „Dieser Gedanke daran macht uns stark und motiviert uns jeden Tag aufs Neue, dieser schwierigen aber auch verantwortungsbewussten Aufgabe nachzukommen“, sagt der Wehrleiter.

36 Kameraden sind im aktiven Dienst

36 Kameraden der Feuerwehr Schleife sind im aktiven Dienst. Zusätzlich 16 motivierte und wissbegierige Jugendliche Mitglieder der Jugendfeuerwehr werden auf alle möglichen Einsätze vorbereitet. Und nicht zu vergessen sind die 21 Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung, die auch ihr Wissen und Können dem Nachwuchs weitergeben und immer da sind, wenn Not am Mann ist. Dazu kommen die Kameradinnen der Wettkampffrauen und die Kameraden der First Responder, die in Schleife ihren Dienst verrichten.

Ausbildung bei der Feuerwehr bleibt wichtig

„Ausruhen oder gar Zurücklehnen ist dennoch fehl am Platz, denn qualifiziertes und motiviertes Personal muss zu jeder Tageszeit eingreifen können“, betont der Wehrleiter. Und das natürlich auch in der Zukunft. Öffentlichkeitsarbeit, Nachwuchsgewinnung, Sensibilisierung von Arbeitgebern vor Ort müssen sich langfristig einfach positiv auswirken. Denn noch immer ist es so, dass manche Arbeitgeber den Ehrenamtlern bei der Feuerwehr nicht uneingeschränkt den Rücken stärken.

Darauf hatte schon vor Monaten der stellvertretende Kreisbrandmeister Gerd Preußing hingewiesen. Viele Gespräche seien hier noch zu führen. „Denn wie wir alle wissen kann selbst das modernste Löschfahrzeug ohne Personal kein Feuer löschen“, sagt Mario Klar.

Die Feuerwehr Schleife blickt seit 2009 auf Durchschnittlich 35 Einsätze jährlich zurück. Für das vergangenen Jahr 2019 stehen allerdings „nur“ 21 zu Buche. Das ist angesichts des trockenen Jahres 2019 ein recht geringer Durchschnitt. Zu einigen Einsätzen wurden Nachbarwehren und Wehren der Verwaltungsgemeinschaft gerufen. „Nur gemeinsam können wir die Aufgaben bewältigen“, unterstreicht Mario Klar.

Neue Anforderungen durch E-Mobilität

Allein dafür müsse die Wehr weiter auf stetige Ausbildung setzen. Jüngst etwa hatten die Kameraden in Groß Düben darauf hingewiesen, dass mit der neuen E-Mobilität auch neue Aufgaben auf die Feuerwehr zukommen – etwa das mögliche Löschen von E-Autos. Zu den normalen Dienst-, Aus- und Fortbildungsstunden kommen auch noch die Ausbildung für den Katastrophenschutz hinzu.

Aus Stiftungsgeldern wurden im vergangenen Jahr für die Jugendfeuerwehr, aber auch alle anderen Kameraden neue Schläuche, Kübelspritzen, Verteiler und Strahlrohre beschafft und für die Aktiven gab es Schwimmwesten, eine Sichtschutzwand, ein Umweltkoffer und ein Zuschuss für den Erwerb eines Führerscheines.

Besonders froh ist man in Schleife zudem, dass die Weichen für einen Gerätehausneubau gestellt wurden. „Einem Bauantrag steht nichts mehr im Wege“, so Mario Klar. Übrigens: Die Schleifer Feuerwehr feiert in diesem Jahr ihr 95 Jubiläum.

Ehrungen


Ehrungen bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Schleife erhielten Maik Bastian für fünf Jahre, und Max Gleisberg für zehn Jahre aktiven Dienst.

Eberhard Wolsch, 80 Jahre alt, ist seit dem 16 Lebensjahr bei der Feuerwehr in Schleife. Wolsch wurde für das Ehrenkreuz vom Feuerwehrverband vorgeschlagen. Krankheitshalber konnte er jedoch nicht bei der Versammlung am Freitagabend sein.