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| 19:33 Uhr

Bärwalder See
Große Partys auch im nächsten Jahr

Das Break-the-Rules-Festival 2018 war ein voller Erfolg. Im nächsten Jahr verlagert sich der Feierort vom Strand auf die Müller-Wiesen.
Das Break-the-Rules-Festival 2018 war ein voller Erfolg. Im nächsten Jahr verlagert sich der Feierort vom Strand auf die Müller-Wiesen. FOTO: Arlt Martina
Boxberg. Im Jahr 2019 wird Break-the-Rules erstmals zweitägig – am ersten August-Wochenende. Auch das Holi findet wieder statt – als „ganz großes Kino“ mit einer Hollywood-Edition. Von Torsten Richter-Zippack

Das waren Zeiten: Jeweils Tausende Gäste strömten in den Jahren zwischen 2005 und 2015 zur Transnaturale an den Bärwalder See, um die gewaltigen Licht- und Klanginstallationen zu genießen. Demnächst könnte es zumindest eine Mini-Transnaturale geben, kündigt Toni Heide, Geschäftsführer der Bautzener GBG GmbH, an. Und zwar im Rahmen des zweiten Break-the-Rules-Festivals am Klittener Ufer. „Wir liebäugeln mit dem Gedanken, im kommenden Jahr eine Lasershow zu veranstalten. Die soll durchaus Erinnerungen an die Transnaturale wecken, aber keineswegs deren Ausmaße erreichen“, erklärt Heide.

Stattfinden soll das Festival am ersten August-Wochenende 2019 erstmals über zwei Tage. Die Premiere vor wenigen Wochen war eintägig. „Das rechnet sich nicht“, erklärt Toni Heide. Möglicherweise werde der Geschäftsführer der Bautzener GBG GmbH auch im kommenden Jahr keine schwarzen Zahlen schreiben, aber das sei einkalkuliert. „Ein Festival muss wachsen.“ Erfahrungsgemäß benötige ein solches Event mindestens drei Jahre Zeit, um sich wirtschaftlich zu etablieren. Anno 2018 wurden rund 5000 Besucher gezählt, für den August 2019 rechnet Toni Heide mit 5000 bis 7000 Leuten. „Die Veranstaltung erfreut sich auch überregional großer Beliebtheit. Das belegen die Ticketverkaufszahlen in Dresden und Chemnitz“, rechnet der Firmenchef vor. Jetzt in der Anfangsphase des neuen Festivals sei es wichtig, neues Vertrauen zu schaffen. Dieses habe aufgrund des Wirbels um das Cherry-Beach-Festival als Vorgänger des BTR gelitten. Die Veranstaltung war 2017 vom Bärwalder See nach Dresden umgezogen.

Break-the-Rules will sich indes langfristig am Bärwalder See etablieren „Die Leute kommen ja gerade wegen der traumhaften Seekulisse“, weiß Toni Heide. Würde ihm vonseiten der Gemeinde Boxberg ein langfristiger Vertrag angeboten, wäre er der Letzte, der dazu Nein sagt. „Ich kann mir dann auch vorstellen, meinen Firmensitz in die Gemeinde zu verlegen“, so Heide.

Einige Veränderungen seien für die Zweitauflage in zwölf Monaten angedacht. Der Klittener Badestrand solle demnach öffentlich zugänglich bleiben. Das eigentliche Festivalgelände zöge auf die großflächigen Wiesen zwischen See und Bahntrasse. Dazwischen befände sich der Campingbereich. „Rund 85 Prozent unserer Gäste zelten“, rechnet Heide vor. Der Seeradweg sowie der Hafenbereich blieben offen, die Straße zwischen Klitten und Uhyst wandele sich aber zur Sackgasse. Tagsüber werde ein öffentliches Programm geboten, das ohne Eintritt besucht werden kann. Selbst eine der insgesamt drei Bühnen befinde sich im öffentlichen Raum.

Neben dem Break-the-Rules-Festival verspricht Toni Heide für das ebenfalls 2019 stattfindende Holi-Festival „ganz großes Kino“. Denn zur dann siebten Auflage plant der Organisator eine Hollywood-Edition. Die Dekoration und das komplette Umfeld sollen sich am kalifornischen Film-Eldorado orientieren. Mehr will Heide dazu noch nicht verraten. Nur so viel: „Das wird eine unglaubliche Party.“ Das Holi-Open-Air auf der Boxberger Seite des Bärwalder Sees hatte bereits im Juni rund 4500 Besucher angezogen.

Die Boxberger Gemeinderäte sind indes von den Plänen des jungen Unternehmers angetan. Oder wie es Hans-Jürgen Kasper (Linke) formuliert: „Das Konzept ist absolut vielversprechend.“ Und Hendryk Balko (WV Boxberg) zollt Toni Heide ein großes Lob: „Das Holi-Festival ist schon ein Selbstläufer.“ Einstimmig votierten die Gemeinderäte für die Durchführung der beiden Festivals im nächsten Jahr.