Der große Vorteil bestehe darin, dass keine Basisstation mehr benötigt werde, wie gestern auf dem TÜP zu erfahren war. „Das ist die Zukunft der mobilen Kommunikation“ , erklärte Diplom-Ingenieur Markus Lang von der Industrieanlagen Betriebsgesellschaft mbH (IABG). Das Unternehmen mit Sitz in Ottobrunn ist mit diesem Feldversuch beauftragt worden. „Wir haben eine sehr gute Unterstützung durch den Truppenübungsplatz bekommen, so dass wir erstmalig bundesweit in der Lage waren, dieses Kommunikationssystem ohne jeglichen Bewuchs im großen Gelände zu testen“ , so Markus Lang. Wie gestern zu hören war, sei der TÜP gerade wegen seiner Lage und seiner Größe für diesen Feldversuch ausgesucht worden. Zur näheren Erläuterung der Technik weilten auch Vertreter der NATO auf dem Areal.
Auf Dauer gesehen wird das neu entwickelte Kommunikationssystem, das in ein Funkgerät eingebaut werden soll, zu erheblichen Kosteneinsparungen bei der Bundeswehr führen, hieß es.

Fluglärm nicht auszuschließen
Vom morgigen Freitag bis einschließlich 8. November weilen Luftlandeunterstützungs einheiten der Bundeswehr auf dem Truppenübungsplatz „Oberlausitz“ . Trainiert wird für Einsätze in Krisengebieten. „Dabei wird auch das Absetzen von Hubschraubern geübt, so dass in den nächsten zwei Wochen zahlreiche Helikopter zum Einsatz kommen. Dadurch kann es durchaus zu Fluglärm kommen“ , weist Oberstleutnant Dietmar Nehrig, Kommandant des TÜP, die Bevölkerung auf mögliche Beeinträchtigungen hin.