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Feierlichkeiten im Waldidyll Gablenz

Verschiedene Aufgaben mussten die Kinder bei der deutsch-polnischen Grenzrallye erfüllen. Unter anderem ging es darum, bestimmten Dingen den deutschen beziehungsweise polnischen Begriff zuzuordnen oder aus Naturmaterialien Figuren zu formen.
Verschiedene Aufgaben mussten die Kinder bei der deutsch-polnischen Grenzrallye erfüllen. Unter anderem ging es darum, bestimmten Dingen den deutschen beziehungsweise polnischen Begriff zuzuordnen oder aus Naturmaterialien Figuren zu formen. FOTO: Turmvilla
Rallye dies- und jenseits der Neiße Kinder aus Bad Muskau, Krauschwitz, Weißwasser und êknica trafen sich kürzlich zu einer gemeinsamen deutsch-polnischen Grenzrallye durch Bad Muskau, êknica und den Muskauer Park. Darüber berichtet Markus Güttler vom Verein Turmvilla: In vier gemischten Gruppen, begleitet von jeweils einem Dolmetscher, zogen die Kinder los.

Jede Gruppe war nahm eine Vielzahl an Aufgaben mit, die gelöst werden mussten, um das Ziel der Grenzrallye herauszubekommen.

Das Neue Schloss war eine Station. Dort mussten die Kinder unter anderem den Bildern bekannter Personen und Orte die Namen und Begriffe zuordnen. Es ging weiter mit der alten Försterei auf polnischer Seite. Dort sollten die Kinder aus Naturmaterialien wie Eicheln, Kastanien, bunten Blättern und Ästen eine Figur formen. Station 3 war der Pücklerstein. Es galt, deutsche und polnische Begriffe Bildern zuzuordnen. Trotz fehlender Sprachkenntnisse arbeiteten die Kinder wunderbar zusammen und lösten diese knifflige Aufgabe. Die letzte Station war der Marktplatz in Bad Muskau. Dort ging es darum, die Vasen der Brunnenskulptur zu zählen. Hier wurde hitzig diskutiert, wie viele es denn nun sind.

Erst als all diese Aufgaben gelöst waren, musste ein letztes deutsch-polnisches Quiz gelöst werden, dessen Ergebnis den Zielort verriet. Das Lösungswort lautete Turmvilla, die gleichzeitig Veranstalter der Grenzrallye war. Zur großen Überraschung erreichten alle Gruppen die gleiche Punktzahl. Das hieß, alle Teilnehmer bekamen neben einer Urkunde einen kleinen Hauptpreis überreicht. Mit dieser Veranstaltung nahm die Turmvilla am "Tag der Nachbarsprachen" des Vereins Trilingo und an den 1. landkreisweiten Aktionstagen "Lernen beflügelt" teil. Unterstützt wurde die Grenzrallye durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk.

Förderverein besucht Freiberg

Die Ausflüge der Mitglieder des Fördervereins Glasmuseum Weißwasser jeden Herbst sind Tradition geworden. In diesem Jahr war das Ziel die Stadt Freiberg. Darüber schreibt Reiner Keller:

Die Geschichte der Stadt Freiberg ist eng mit dem Bergbau verbunden. Als um 1168/70 ungemein reiche silberhaltige Bleierze entdeckt wurden, entstand sie äußerst schnell und hatte bereits Ende des 12. Jahrhunderts das wesentlich ältere Leipzig größenmäßig eingeholt. Das und vieles mehr erfuhren die Vereinsmitglieder und ihre Gäste bei der fast zweistündigen Stadtführung von Herrn Haubold, der mit außerordentlicher Sachkenntnis und viel Humor agierte. Natürlich kam er auch auf die 1765 gegründete Bergakademie zu sprechen, die eine der ältesten bergbautechnischen Hochschulen weltweit ist und Studenten aus aller Herren Länder - besonders aus Russland und China - nach Freiberg lockt.

Die Ausflügler besuchten zudem aufwendig sanierten Schloss Freudenstein die Mineraliensammlung "terra mineralia". Diese wurde 2004 von der deutsch-schweizerischen Unternehmerin Erika Pohl-Ströher der Technischen Universität Bergakademie Freiberg als Dauerleihgabe überlassen. Im Oktober 2008 eröffnet ist sie mit über 80 000 Exponaten die größte Mineralienausstellung der Welt. Erika Pohl-Ströher hat die Exponate in über 40-jähriger Sammeltätigkeit in erster Linie nach ästhetischen und regionalen Gesichtspunkten zusammengetragen. Die sachkundige Führung vorbei an den Schätzen der Erde wurde für die Mitgereisten zu einem überwältigenden Erlebnis, bei dem auch (allerdings exotische) Gläser zu bewundern waren.

Herbstkonzert im Kaffee König

Zu einem Herbstkonzert mit dem Gemischten Volkschor Eintracht Bad Muskau lud das Kaffee König nach Bad Muskau ein. Ramona Melcher berichtet:

Der Chor begeisterte durch sein abwechslungsreiches Programm. Es wurden Lieder über den beginnenden goldenen Herbst und das eine oder andere Weinlied gesungen. Chorleiter Björn Sobota erfreute mit seinen beiden Soloeinlagen ebenso das Publikum wie die Männer des Chores, die das Publikum musikalisch nach Rüdesheim oder auch zum "Knöpfchen drücken" einluden.

Während des Konzertes wurde einzelnen Chormitgliedern für langjährige Mitgliedschaft gedankt, so unter anderem Wilfried Grundmann, der dem Ensemble seit 35 Jahren die Treue hält.

Das etwas andere Konzert wurde zu einer sehr gelungenen Veranstaltung, obwohl die Zuhörer in diesem Jahr nicht in Scharen kamen. Die Sangesgeschwister erwarteten zu diesem Konzert Ehrengäste, die durch die Vereinsvorsitzende Hannelore Koschkar begrüßt wurden, so die Geschäftsführerin der Sparkassenstiftung Oberlausitz-Niederschlesien Regina Risy und Stiftungsratsmitglied Lothar Bienst. Denn mit diesem Konzert bedankte sich der Verein für die Spende der Sparkassenstiftung in Höhe von 500 Euro. Diese nutzte der Gesangsverein für die Mitfinanzierung des Chorlagers, das im September durchgeführt worden war.

Chorlager erlauben eine sehr effektive Probenarbeit und sind für die Gemeinschaft Chor an sich sehr förderlich. Das im September wurde genutzt, um sich für die anstehenden Konzerte vorzubereiten, denn ein Chorlager bietet dazu die besten Voraussetzungen. Hier konnte man täglich gemeinsam singen, mehrere Stunden am Tag proben, an der Stimmbildung arbeiten, sich an neue Texte wagen, diese probieren und einstudieren und bereits bekannte Lieder festigen. Dazu fehlt in der wöchentlichen Chorprobe meist die Zeit.

Feierlichkeiten im Waldidyll Gablenz

Über das jüngste Fest im Waldidyll in Gablenz berichtet Elke Schleußing aus Krauschwitz. Sie schreibt:

Unter dem Motto der 60er-Jahre stand das diesjährige Sommerfest im Gablenzer Waldidyll. Geschäftsführerin Astrid Wustmann eröffnete mit einer Laudatio das Fest aus Anlass des 15-jährigen Bestehens der Einrichtung. Renate Lisk wurde nebst Gatten als ehemalige Gründerin mit einem großen Blumenstrauß geehrt. Viel Freude überbrachte Uwe Kamenz mit seinen Akkordeon-Schülern. Ein musikalisch gut ausgewähltes, zum Mitsingen anregendes Repertoire brachte viel Beifall. Es gab auch eine flotte Modenschau. Im Pünktchenstil verkleideten sich die Mitarbeiter und kamen im 60er-Look super bei den Gästen und Bewohnern an. Ein sehr gelungener Nachmittag mit vielen schönen Eindrücken umrahmt von der musikalischen Begleitung von Herrn Herrmann. Man spürte den Spaß und die Freude dabei.