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Familie Felberg sichert sich erste Plätze

Justin Felberg (r.) heißt der Gewinner des Bürgermeisterpokals 2016. Hier nimmt der 17-Jährige die Glückwünsche des Stifters Achim Junker (l.) und von Vereinschef Günter Ahner entgegen.
Justin Felberg (r.) heißt der Gewinner des Bürgermeisterpokals 2016. Hier nimmt der 17-Jährige die Glückwünsche des Stifters Achim Junker (l.) und von Vereinschef Günter Ahner entgegen. FOTO: amz1
Boxberg. Justin Felberg aus Kringelsdorf hat sich den Bürgermeisterpokal beim 13. öffentlichen Schießen des Schützenvereins Boxberg erkämpft. amz1

Der 17-jährige Azubi erreichte mit 84 Ringen die höchste Punktzahl. "Ich habe heute nicht zum ersten Mal geschossen", erklärte der Jugendliche nach dem Wettkampf. "Aber ein bisschen Glück ist eben immer dabei." Mit 83 Ringen hauchdünn dahinter platzierte sich Jörg Felberg, der Vater des neuen Pokalinhabers. Auf den Bronzerang kam Manja Gritsch aus Weißwasser. Sie erreichte immerhin 80 Ringe.

Justin Felberg darf den vom Boxberger Bürgermeister Achim Junker (CDU) gestifteten Pokal für ein Jahr behalten. Dann wird erneut um die Trophäe geschossen. Wer dreimal die Nase vorn hat, nimmt den Pokal letztlich für immer nach Hause. So wie der Gewinner der vergangenen drei Ausscheide, Benjamin Kramer. Der Reichwalder hatte sich den "Pott" am Sonnabend im Schadendorfer Schützenhaus abgeholt.

Geschossen wird via Luftgewehr auf eine Scheibe in zehn Metern Entfernung. Jeder hat zehn Schuss, das beste Ergebnis fließt in die Wertung ein. Die Boxberger Vereinsmitglieder dürfen am Wettbewerb indes nicht teilnehmen. Sie ermitteln ihren Schützenkönig in einem internen Ausscheid. "Wir wollen mit dem Wettbewerb für jedermann bei den Einheimischen das Interesse für den Schießsport wecken", erklärte Günter Ahner, Vorsitzender des Boxberger Schützenvereins. Denn Nachwuchs werde dringend benötigt. Derzeit zählt der Verein elf Mitglieder, immerhin einen Mann mehr als vor zwölf Monaten. Die beiden ältesten Schützen sind Harry und Leni Hein mit 87 beziehungsweise 80 Jahren. Erst 26 Lenze zählt das jüngste Mitglied, Anne Kleitz. Wer Interesse am Schießsport hat, könne sich unter Telefon 035774 30422 melden. Heranwachsende ab zwölf Jahren hätten die Möglichkeit, in Begleitung der Eltern das Schießen zu erlernen.

Im kommenden Jahr, so kündigte Günter Ahner an, wolle der Verein seine neue Bogenschießanlage komplettieren. Erst im vergangenen Sommer war unmittelbar neben dem Vereinsheim die Betonplatte für die künftige Unterstellmöglichkeit der Schützen gegossen worden. Im Frühjahr soll dann der Oberbau erfolgen. Das dafür notwendige Material ist bereits geordert.

Die Schützen reagieren mit diesem Projekt auf einen neuen Trend. Denn Bogenschießen sei mächtig im Kommen. "Nicht wenige Leute suchen einen Ausgleich zu ihrer Arbeit im Büro. Bogenschießen scheint da sehr beliebt zu sein", wusste Günter Ahner. Und im Verein bereitet dieser Sport noch mehr Spaß.

Den Schützenverein Boxberg gibt es bereits seit anderthalb Jahrzehnten. Sein Domizil befindet sich im einstigen Gebäude der Fahrbereitschaft des Tagebaus Reichwalde. Kein Wunder, befindet sich das Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Tagesanlagen auf den Fluren des ehemaligen Ortes Schadendorf. Günter Ahner, Bergmann im Ruhestand, steht den Verein bereits seit dem Jahr 2007 vor.