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F 60 wird wieder in Betrieb genommen

Nochten. Nach 13 Wochen Stillstand hat die Förderbrücke F 60 im Tagebau Nochten mit ihren neu eingewechselten Bauteilen Große Schwinge und Rollentisch wieder ihren Betrieb aufgenommen. Darüber informiert die Lausitzer Energie AG (Leag) die RUNDSCHAU. pm/rw

Damit konnte das Megaprojekt, bei dem 550 Tonnen neuer Stahl eingebaut und knapp 500 Tonnen Stahl für Hilfskonstruktionen zum Anheben der Brücke verwendet wurden, planmäßig abgeschlossen werden. Der Wechsel der beiden tragenden Bauteile war notwendig geworden, da sich das Eigengewicht der Förderbrücke durch Umbauten in der Vergangenheit stark verändert hatte. Zudem hatten die beiden hochbelasteten Bauteile die Altersgrenze nach über 40 Betriebsjahren erreicht. Während der Montage, welche rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche erfolgte, verrichteten über 22 überwiegend regionale Firmen rund 50 000 Arbeitsstunden.

Tagebauleiter Lutz Mickel zeigte sich erleichtert über die erfolgreich abgeschlossene Baumaßnahme. "Es ist alles nach unseren Vorstellungen abgelaufen. Wir sind im Zeitplan geblieben und kamen dank einer vorbildlichen Planung unfallfrei und ohne größere Vorkommnisse durch dieses Projekt. Dafür danke ich allen Beteiligten", sagte er.

Vorm Start hatte die Abraumförderbrücke einen Kohlenvorrat von zwei Millionen Tonnen freigelegt, damit das Kraftwerk Boxberg auch während der Stillstandzeit planmäßig versorgt werden konnte. "Mit den beiden neuen Bauteilen verlängert sich die Lebenszeit der Förderbrücke für weitere Jahrzehnte", so Lutz Mickel.

Die 13 000 Tonnen schwere Förderbrücke war im Jahr 1974 von der Firma Takraf in Lauchhammer errichtet worden. Das Unternehmen war nun bei der Planung, die bereits 2008 begann, und Durchführung des Projektes wieder maßgeblich involviert.

Der Förderbetrieb der F 60 ruhte seit dem 22. Juli. Die beiden neuen Bauteile waren auf einem zwei Kilometer entfernten Montageplatz platziert, von wo aus sie mit Transportmodulen zur Förderbrücke transportiert worden sind.