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| 17:10 Uhr

Muskauer Park
Bei der Exedra-Bank auf der Zielgeraden

Carmen Nebel ist Gast im Schloss.
Carmen Nebel ist Gast im Schloss. FOTO: Manfred Esser
Bad Muskau. Am 6. August ist Carmen Nebel zu Gast im Schloss. Wieder eine Gelegenheit, um die Spendenkasse beim Förderverein klingeln zu lassen. Von Regina Weiß

Auch wenn Michael Kretschmer nicht jedes Mal singen muss wie beim jüngsten Schlossgespräch mit Wolfgang Lippert, wird er als Moderator solcher Runden weiterhin gefordert sein. So auch am 6. August, 18.30 Uhr, wenn Moderatorin Carmen Nebel ins Schloss kommt. Als Vorsitzendem des Fördervereins des Fürst-Pückler-Parks ist es ihm Herzensangelegenheit, weitere Projekte im Unesco-Welterbe voranzutreiben.

Im 14. Jahr des Bestehens des Vereins kann sich dieser einiges auf seine Habenseite schreiben. Nach dem Aufstellen der zwei Löwen auf der Schlossrampe, der Sanierung des Portals am Alten Schloss sowie des Kuppelpavillons im Badepark wird nun das fünfte Bauprojekt vollendet: Am 27. Oktober wird die Exedra-Bank eingeweiht. Der Bauauftrag für das Vorhaben steht kurz davor, ausgelöst zu werden, so Cord Panning, Geschäftsführer der Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau. Die halbrunde Bank wird ein Mix aus Steinen und Holz. So arbeitet ein Holzbildhauer bereits an den sogenannten Greiffüßen, auf denen die Sitzfläche ruht. Die müssen also nicht nur wohl geformt aussehen, sondern haben auch eine statische Funktion.

Cord Panning denkt schon mal an die Einweihung. Da in Nachbarschaft der neuen Sitzgelegenheit Hortensien gesetzt werden, soll im Oktober  ein Hortensienstück aufgeführt werden. Mehr will er den Mitgliedern des Fördervereins aber noch nicht verraten.

Mit der Sanierung des Kuppelpavillons hat im Badepark eine Initialzündung eingesetzt. Die Sanierung des ersten Teils des ehemaligen Badehauses und die Eröffnung der Ausstellung über das Hermannsbad in dem Gebäude waren der Anfang. Mittlerweile sind dort rund zehn Millionen Euro in den verschiedenen Gebäuden verbaut und es geht weiter, wie Panning andeutet. Die Villa Pückler wird noch in diesem Jahr einen neuen Putz erhalten, derweil der zweite Abschnitt am Badehaus so langsam zum Wartebereich für die Gäste der Waldeisenbahn wird. „Den dritten Abschnitt des Hauses haben wir für 2019/2020 auf dem Programm“, erfahren die Vereinsmitglieder von Cord Panning.

Einen regelrechten Knüller verspricht sich der Parkchef von der Ausstellung über Machbuba und die Orientreise des Fürsten Pückler. „Das ist ja schon ein skandalumwittertes Thema“, macht Panning neugierig, bei dem auch die Ethnologin Kerstin Volker-Saad immer wieder neuen Spuren folgen kann. Seit 2010 reist sie zu den damaligen Originalschauplätzen. Eine der nächsten Reisen wird sie nach Marienbad führen. Dort waren Pückler und Machbuba zu Gast, bevor sie die letzte Etappe nach Muskau 1840 in Angriff nahmen. Wie die Geschichte ausging, ist bekannt: traurig.

Ganz anders als die Entwicklung im Badepark. Mit dem Straßentheaterfest Via Thea habe man es sogar geschafft, auch Kunst hierher zu bringen. „Seit 2015 wird dieses ungeküsste Stiefkind wirklich belebt“, freut sich Panning. Projekt Nummer sechs des Fördervereins soll ebenfalls dem Badepark zugutekommen. Es geht um die Wiedererrichtung des Musikpavillons, den es einst gegeben hat. Panning geht nach vorsichtigen Schätzungen davon aus, dass für diesen Neuaufbau ein geringer sechsstelliger Beitrag gebraucht werde. Das heißt noch allerhand Schlossgespräche, Open-Air-Picknicks und Schlossweihnachten, wo ordentlich Spenden gesammelt werden können. 1200 Euro wurden Anfang Juli beim Picknick gespendet. Die Summe dürfte noch steigen, wo doch zahlreiche Helfer von Vereinen aus Weißwasser und Bad Muskau auch immer ihren Teil für den guten Zweck beisteuern. Gelder aus dem Kuchenverkauf, vom Bowle- und Weinausschank fließen sozusagen direkt in die Parkausstattung.

Im südlichen Teil des Hermannsbades sah Pückler den Garten der Trinkgalerie vor, an dessen Spitze, eingerahmt von hohen Bäumen und blühenden Sträuchern, die Exedrabank platziert war und reizende Blicke in den Garten bot. Im Bild ist die auf Schinkels Zeichnung zurückgehende Lithographie in den „Andeutungen über Landschaftsgärtnerei“ von 1834 zu sehen. Gebaut wird die Bank aber ohne das Zeltdach.
Im südlichen Teil des Hermannsbades sah Pückler den Garten der Trinkgalerie vor, an dessen Spitze, eingerahmt von hohen Bäumen und blühenden Sträuchern, die Exedrabank platziert war und reizende Blicke in den Garten bot. Im Bild ist die auf Schinkels Zeichnung zurückgehende Lithographie in den „Andeutungen über Landschaftsgärtnerei“ von 1834 zu sehen. Gebaut wird die Bank aber ohne das Zeltdach. FOTO: Stiftung Fürst-Pückler-Park
Das Fundament für die Exedra-Bank wird freigelegt. Uwe Wenzel, Mitarbeiter von Galabau Döbern, ist mit seinem Mini Bagger bei der Arbeit.
Das Fundament für die Exedra-Bank wird freigelegt. Uwe Wenzel, Mitarbeiter von Galabau Döbern, ist mit seinem Mini Bagger bei der Arbeit. FOTO: Joachim Rehle