Nach dem Absprung zweier Großsponsoren - der Automobilmarke Toyota und der polnischen Großmarktkette Carrefour - musste das Budget der größten Laufveranstaltung in der Region um 20 Prozent gekürzt werden und beläuft sich nunmehr auf 55 000 Euro. Davon rekrutiert sich ein Drittel aus den Startgeldern der teilnehmenden Sportler, der Rest muss durch Sponsoren und private Spender aufgebracht werden.Daniel Schwedler, Sprecher des Europamarathonvereins: "Wir mussten uns deutlich einschränken und schauen, dass wir bestimmte Leistungen günstiger bekommen, was uns zum Beispiel bei der Zeitmessung gelungen ist. Außerdem engagieren sich noch mehr ehrenamtliche Helfer, was uns natürlich ebenfalls Kosten spart." Ein wesentlicher Punkt in den Finanzplanungen ist die vor drei Jahren ins Leben gerufene Aktion "Kilometerpate". Dabei kann jeder Interessent symbolisch einen oder mehrere Kilometer Laufstrecke "buchen", wobei sich die Mindestspende auf 42,19 Euro beläuft. Als Gegenleistung wird am betreffenden Kilometer ein Schild mit dem Namen des Paten aufgestellt, gleichzeitig findet er sich auf der Internetseite des Laufes wieder. "Für uns ist das nicht nur eine willkommene Einnahmequelle, sondern auch eine Art Barometer, inwieweit der Europamarathon von der Bevölkerung angenommen wird", sagt Schwedler und hofft auf großes Interesse der Menschen diesseits und jenseits der Neiße. Mit herausragenden Leistungen haben die Teilnehmer in den vergangenen Jahren nicht gegeizt, Spannung war sowohl über die Marathondistanz als auch über die kürzeren Strecken angesagt. Ob allerdings die Streckenrekorde von Kathrin Schroettke (3:14:05 im Jahre 2008) und Artur Kawecki (2:33:14 im Jahre 2004) gebrochen werden, bleibt abzuwarten.Nach dem Melderekord von 1350 Teilnehmern aus dem Vorjahr rechnen die Organisatoren 2009 jedenfalls erneut mit einer Steigerung. Schon jetzt liegen mehr als 600 Anmeldungen vor, wobei der Halbmarathon bisher den meisten Zuspruch erfährt.An den Streckenführungen wurde nichts geändert. Auch das 2008 eingeführte Tretrollerrennen befindet sich weiter im Programm. Somit gibt es fünf verschiedene Wettbewerbe, unter anderem gehen auch Inlineskater, Handbiker und Rollstuhlfahrer beim Marathon und Halbmarathon mit auf die Strecke.