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| 01:04 Uhr

„Es gibt uns immer noch“

„Pechern Alan“ , so heißt es in wenigen Tagen wieder im Neißedörfchen. Präsident Frank Förster und seine Mistreiter verstehen es von Jahr zu Jahr, die Leute immer wieder neu zu motivieren. Und das zahlt sich aus, denn die einzelnen Programme gefallen nicht nur den Besuchern aus dem Dorf, sondern auch auch den zahlreichen Gästen aus dem Umland. Foto: André Kurtas


Trotz aller Arbeit und manchem Ärger macht es den Pecherner Närrinnen und Narren immer noch riesigen Spaß. Die nunmehr 50. Karnevalssaison spricht da sicherlich für sich.
Ganz klein begann es damals mit der Narretei in Pechern. „Irgendwie sind die damaligen Gründer bei einer Bauernversammlung auf die Idee gekommen, im Ort einen Karnevalsverein aus der Taufe zu heben“ , so Horst Burdack, der selbst bereits seit 30 Jahren mit Leib und Seele dabei ist.
Inzwischen hat auch die heutige Generation der Pecherner Karnevalisten unzählige Male bewiesen, wie professionell die Vereinsmitglieder die Veranstaltungen vorbereiten und durchführen. Auch das neue Programm steht. Die ersten Vorbereitungen hierfür begannen bereits zum Ende der letzten Veranstaltung in der alten Saison. Erfahrungsgemäß stehen die Lachnummern jedoch erst, kurz bevor sich der Vorhang in der neuen Saison zum ersten Mal hebt.
„In der Vergangenheit gab es schon Generalproben, die eigentlich die erste richtige Übungsstunde waren. Aber einen richtigen Narren zeichnet eben die gute Improvisation aus“ , sind sich die Pecherner sicher.
Im Jubiläumsprogramm gibt es natürlich auch einen Rückblick auf die Veranstaltungen der letzten Jahrzehnte, so die Stammtischbesucher.
Beim Prinzenpaartreffen, bei dem alle Prinzenpaare der vergangenen Jahre eingeladen waren, wurde der Ablauf bereits einmal in Skerbersdorf durchgespielt.
Wichtig für die Pecherner ist es, dass ein Programm von allen Mitgliedern getragen wird. Natürlich gebe es immer einige Kompromisse, im Großen und Ganzen gehen sie aber davon aus, dass am Ende alles bestens bei den Karnevalsbesuchern ankommt.
Das Thema wird per Mehrheitsentscheid ausgewählt. „Natürlich muss bereits im Hinterkopf klar sein, was man zu diesem Thema in das Programm einbauen kann“ , so Präsident Frank Förster. In diesem Jahr haben sich die Pecherner für das Motto: „In 50 Jahren Karneval war der PCC fast überall“ entschieden.
Bei der Realisierung des Programms unterscheide man sich etwas von anderen Vereinen. Wird dort am Anfang das Programm von vorn bis hinten durchgespielt, so verteilen sich die Programmpunkte in Pechern über den ganzen Abend. Dies habe den Vorteil, dass der Karnevalsabend für die Besucher so etwas aufgelockert wird.
Besonderen Wert lege man jedoch darauf, bestimmte Gags, bei denen es auf das Wort ankomme, an den Anfang der Programmfolge zu dirigieren, damit auch die Pointen bestens beim Publikum ankommen.
Nicht alles wollten die Karnevalisten an diesem Abend in der Gesprächsrunde verraten. Über einige Überraschungen, die sie noch in petto haben, schwiegen sie sich aus.
Fest stehen natürlich schon die Namen des Prinzenpaares, das bereits im vergangenen Jahr sein Amt übernahm. In dieser Saison regieren Prinz Jupp der 50. und ihre Lieblichkeit Prinzessin Diana in Pechern. Sie sind auch im bürgerlichen Leben unter dem Namen Diana und Reiko Nothnik ein Paar.
Bereits die Oma der heutigen Prinzessin trug zur dritten Veranstaltung die Krone. Der Vater regierte als Prinz beim 20. Pecherner Karneval, und nun führt Tochter Diana beim 50. Karneval die Familientradition fort.
„Zwei Mitglieder unseres Klubs sind jährlich für die Prinzenwerbung verantwortlich“ , so die Karnevalisten.
Derweil einige Gruppen während des Jahres eine kleine Probenpause einlegen, trainieren die Funken fast das ganze Jahr. Ob es die jüngeren oder die älteren Funken sind, alle sind mit Feuereifer bei der Sache und wollen zeigen, was sie können. Geprobt wird einmal in der Woche.
Nur die Hälfte der Mitglieder des Klubs kommen aus dem Ort selbst. Andere Mitglieder sind in Werdeck, Skerbersdorf, Krauschwitz, Klein Priebus, Sagar oder Bad Muskau zu Hause.
Aber egal aus welchem Ort die verschiedenen Mitglieder kommen, alle vereint die Freude an der fünften Jahreszeit, die man auch in dieser Jubiläumssaison richtig genießen möchte.