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| 02:56 Uhr

Erlichthof soll eine Bauernküche bekommen

Eine Bauernküche soll die Schrotholzhaus-Siedlung Erlichthof in Rietschen um ein Angebot reicher machen.
Eine Bauernküche soll die Schrotholzhaus-Siedlung Erlichthof in Rietschen um ein Angebot reicher machen. FOTO: Preikschat
Rietschen. Der Erlichthof-Förderverein will Besuchern künftig eine Bauernküche anbieten, in der für den Eigenbedarf gekocht, gebacken und geschlachtet werden kann. Im Technischen Ausschuss der Gemeinde wurde die Idee Montag diskutiert. Daniel Preikschat

Noch liegen die beiden Schrotholzhäuser, in ihre Einzelteile zerlegt, im Bauhof der Gemeinde Rietschen. Zumindest eins der beiden wird möglicherweise aber schon bald wieder zusammengebaut und auf dem Erlichthof neu genutzt. In einer Bauernküche könnten vor allem junge Menschen erleben, wie Lebensmittel traditionell hergestellt und konserviert werden, erläuterte Fördervereinsvorsitzender Kurt John den Gemeinderäten. Schlachten, pökeln, einkochen, dörren und räuchern - all das sei heute nicht mehr gefragt in modernen Einbauküchen, jedoch als Tradition erhaltenswert. Zudem würden Lebensmittel so wieder mehr wertgeschätzt.

Der Förderverein sei bereit, so John weiter, 10 000 Euro an Eigenmitteln für das Projekt beizusteuern. Insgesamt, sagte der Vereinsvorsitzende auf RUNDSCHAU-Nachfrage, dürften Kosten von 140 000 bis 190 000 Euro entstehen. Fördermittel könnten beantragt werden, sobald die ortsansässigen Grontmij-Planer die Vorplanung erstellt haben.

Nahe am Teich, so John, neben dem Backhaus, wäre ein geeigneter Platz für das Haus. Der Raumzuschnitt könnte so bleiben, die Räume würden nur anders genutzt, also Schlaf- und Wohnzimmer der Küche mit zugeschlagen. Verschiedene Utensilien und Küchengeräte habe der Verein noch in seinem Fundus.

Auf Nachfrage von Helmut Perk und Heinrich Lukas (beide Freie Wähler) betonte John, die Bauernküche könne nur gemietet werden, um sie privat zu nutzen. Für gewerbliche Zwecke stehe sie nicht zur Verfügung. Entsprechend sollen nur Hausschlachtungen erlaubt sein. Lukas empfahl, sich mit den Njepilahof-Betreibern in Rohne auszutauschen, wo schon größere Schlachtefeste veranstaltet worden sind.

Für Helmut Perk würde eine Bauernküche den Erlichthof attraktiver machen. Begrüßenswert findet die Idee auch Marion Girth von der Touristinformation auf dem Erlichthof. Ein Angebot, wie vom Förderverein vorschlagen, werde häufig nachgefragt. Man warte nun die Vorplanung ab, sagte Bürgermeister Ralf Brehmer (Freie Wähler).