Die Initiativgruppe Stolpersteine für Weißwasser lädt am Samstag, 24. September, zur zweiten Verlegung von fünf Stolpersteinen. Wie Franziska Stölzel informiert, sollen diese an das Schicksal der Familie von Dr. Hermann Altmann und dessen Angestellte erinnern.
Ab um 9 Uhr soll die Verlegung an der Kreuzung Dr. Altmann-Straße / Straße der Glasmacher erfolgen. „Im Anschluss laden wir zu Kaffee und Kuchen sowie Gesprächen in ein Büro an der Straße der Glasmacher ein“, so Franziska Stölzel von der Initiativgruppe.

Künstler Gunter Demnig verlegt seit 30 Jahren Stolpersteine

Der Künstler Gunter Demnig verlegt seit 30 Jahren Gedenktafeln, die Stolpersteine, um an das Schicksal von Menschen zu erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, vertrieben, deportiert, ermordet oder in den Suizid getrieben wurden. Die Messingtafeln werden vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer in den Gehweg eingelassen.
Erinnern an Opfer des NS-Regimes Weißwasser hat seine ersten Stolpersteine

Weißwasser

In diesem Jahr verlegt Gunter Demnig jeweils einen Stein für Dr. Hermann Altmann, ein jüdischer Armenarzt aus Weißwasser, der durch den nationalsozialistischen Terror in den Tod getrieben wurde. Für Ruth Weinberg, geboren Altmann, die 1940 aus Weißwasser deportiert wurde. Sie überlebte in einem Versteck. Für Martha Altmann, die ausgegrenzt und drangsaliert wurde. Sie überlebte nur durch Hilfe die NS-Zeit. Für Hannelore Broodbank geb. Altmann, die Tochter des Arztes, welche durch die Flucht mit den Kindertransporten nach England entkam. Und für Estera Graumann, die 1942 deportiert und im besetzten Polen ermordet wurde.
Alle Weißwasseraner sind eingeladen, Blumen oder Kerzen zum Niederlegen mitzubringen.