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| 02:59 Uhr

Erfolgreich für Parks und Gärten

Zu den Vereinsmitgliedern zählt auch die Gemeinde Neschwitz, die, hier mit "Freifrau Kathleen von Barthen", historische Führungen durch ihren Schlosspark anbietet.
Zu den Vereinsmitgliedern zählt auch die Gemeinde Neschwitz, die, hier mit "Freifrau Kathleen von Barthen", historische Führungen durch ihren Schlosspark anbietet. FOTO: Uwe Menschner,/ume1
Region. Der bisherige "Gartenkulturpfad beiderseits der Neiße" heißt jetzt "Gartenkulturpfad Oberlausitz". Das hat die Mitgliederversammlung Dienstag in Rothenburg/OL beschlossen. Insgesamt zieht der Verein positives Fazit seines fünfjährigen Bestehens. Doch nicht alle Wünsche haben sich erfüllt. Uwe Menschner / ume1

"Wir haben uns für die Namensänderung entschieden, da sich unsere Mitglieder, je weiter westlich sie beheimatet sind, immer weniger mit der Bezeichnung ,Neiße' identifizieren können", sagt der stellvertretende Vereinsvorsitzende Willem Riecke erklärend. Bei der ursprünglichen Namenswahl habe die Idee einer internationalen Aufstellung Pate gestanden, die sich aber nicht verwirklichen ließ, "auch wenn wir natürlich mit polnischen Partnern kooperieren."

Insgesamt jedoch fällt das Resümee des seit fünf Jahren bestehenden Vereins für sein bisheriges Wirken positiv aus. "Wir machen Lobbyarbeit für die Parks und Gärten der Natur, die wir als lebendige Denkmäler begreifen, und das sehr erfolgreich", betont Vereinsvorsitzende Heike Böhm. Von der Präsenz auf regionalen und überregionalen Messen über Veröffentlichungen in Reise- und Fachmagazinen bis hin zur Herausgabe eigener Publikationen und den Betrieb einer zweisprachigen Internetpräsenz reicht die Palette der Aktivitäten, mit denen der Verein auf Parks und Gärten der Region aufmerksam macht.

Neben dem Marketing bildet die fachliche Unterstützung der Träger und Eigentümer von Park- und Gartenanlagen einen wichtigen Bestandteil der Vereinstätigkeit. "So haben wir einen Leitfaden für die Parkpflege herausgegeben, der wichtige Anregungen und Hinweise enthält", sagt Heike Böhm.

Die ursprüngliche Idee von mobilen Gärtnerteams, die auch praktisch Hand anlegen, konnte hingegen nicht verwirklicht werden. Für zwölf historische Park- und Gartenanlagen hat der Verein "denkmalpflegerische Zielkonzepte" im Wert von jeweils 10 000 Euro erarbeiten lassen. "Die können wir - die entsprechende Finanzierung vorausgesetzt - sofort aus der Schublade ziehen und umsetzen", versichert Heike Böhm, die auch Bürgermeisterin von Rothenburg ist.

Auf sich allein gestellt hätten die Kommunen die Erarbeitung der Konzepte kaum in Angriff genommen. Für die eigentlichen Investitionen sind sie hingegen selbst verantwortlich.

Ein weiteres Betätigungsfeld bildeten und bilden die "Parkseminare", die bereits in verschiedenen Anlagen durchgeführt wurden. "Dabei stehen Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen im Vordergrund", so Heike Böhm. Gleichzeitig soll die Identifikation der Bürger mit "ihren" Parks und Gärten getestet und gestärkt werden.

Bis zum Jahre 2017 plant der Verein Gartenkulturpfad Oberlausitz die Herausgabe eines Audioguides "auf einfacher technischer Grundlage", wie Willem Riecke erklärt. Über einen QR-Code am Parkeingang werden Besucher auf die jeweilige Website geleitet. Eine eigene App und die Verknüpfung mit GPS-Daten seien noch Zukunftsmusik.

Er und Heike Böhm hoffen auf den Beitritt der Landkreise Bautzen und Görlitz zum Verein, über den die Kreistage im Dezember befinden sollen.