| 02:43 Uhr

Erfahrungsaustausch mit Wiener Kulturverein

Görlitz. Eine Delegation des Kulturraumes Oberlausitz-Niederschlesien hat kürzlich in Wien den Verein Kultur-Kontakt Austria (KKA) besucht. Zu ihr gehörten der Konventsvorsitzende, Landrat Bernd Lange (CDU), die Beigeordnete des Landkreises Bautzen, Birgit Weber, Kultursekretär Joachim Mühle sowie die sächsischen Landtagsabgeordneten aus der Oberlausitz, Patricia Wissel, Stefan Meyer und Octavian Ursu. red/dh

Wie die Görlitzer Landkreis-Sprecherin Marina Michel mitteilt, ist der KKA ein europäisches Kompetenz- und Ressourcenzentrum mit den Kernbereichen Kulturvermittlung mit Schulen in Österreich, internationale Bildungskooperation und dem Artists-in-Residence-Programm für Künstler aus dem Ausland. Ziel der Gespräche in Wien sei gewesen, die Arbeit des KKA kennenzulernen und von den Erfahrungen in Österreich zu profitieren. Beeindruckend sei insbesondere die flächendeckende Wirksamkeit der Programme des KKA gewesen.

Alle Teilnehmer waren der Auffassung, dass die komplexen Aufgaben des österreichischen Vereins für Sachsen ebenfalls relevant sein könnten. Nun gehe es darum, das österreichische Modell auch in Sachsen bekanntzumachen. Zunächst sei vorgesehen, im Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien das Format der Dialogveranstaltungen zu übernehmen.

Abschließend war man sich einig, den Austausch weiterzuführen. Es ist vorgesehen, die österreichischen Partner zu einem Gedankenaustausch im Jahr 2018 in die Oberlausitz einzuladen.

Der gemeinnützige Verein KKA entwickelt seine Programme im Auftrag und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung (BMB) und des Bundeskanzleramtes (BKA) und ist durch seine Expertise und seine Projekte national und europäisch ein wichtiger Akteur, so Marina Michel. Für seine Arbeit steht dem KKA jährlich ein Budget in Höhe von rund 5,4 Millionen Euro zur Verfügung. Damit unterstützt der Verein verschiedene Projekte der kulturellen Bildung in ganz Österreich.