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| 01:04 Uhr

Erbsensuppe am Aktionstag

Weißwasser.. „Ein Tag für Südasien“ – so lautete das Motto des bundesweiten Aktionstages des Deutschen Roten Kreuzes. Auch der Kreisverband Weißwasser brachte sich mit ein. Am Ende des Tages standen 2400 Euro zu Buche, die den Menschen im Krisengebiet zur Verfügung gestellt werden. Von Gabi Nitsche

Nichts geht über die Erbsensuppe des DRK-Betreuungszuges aus Weißwasser! Das bestätigte sich auch am Sonnabend wieder. Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages „Ein Tag für Südasien“ wurde deftige Erbsensuppe an den Mann bzw. die Frau gebracht. 300 Portionen standen zur Verfügung. Zum Verkauf hatten sich die DRK-Leute zwei Standorte in Weißwasser auserkoren. Einmal gab es Suppe am Kaufland und zum anderen auf der Saschowawiese. Dort wurde direkt aus der Gulaschkanone serviert. Eine Portion mit Würstchen war für 2,50 und ohne für 2 Euro zu haben. Den Menschen war das nicht zu teuer, wie die lange Warteschlange bewies. Mitten im Pulk auch Sachsens Sozialministerin Helma Orosz. Wie die anderen auch wartete sie geduldig, bis sie an der Reihe war. „Ich finde Aktionen wie diese einfach klasse. Da ich heute sowieso in Weißwasser zu tun hatte, stand für mich fest, das mit einem Schlag Erbsensuppe zu verbinden. So etwas muss man ganz einfach unterstützen.“ In der Zwischenzeit, in der wir miteinander redeten, war die heiße Suppe dank des starken Windes, etwas abgekühlt, so dass es sich die Ministerin schmecken ließ. „Schade, dass morgen keine Kabinettssitzung ist. Ich hätte ansonsten für jeden eine Portion mit nach Dresden genommen“ , bemerkte Helma Orosz schmunzelnd. Mit großem Appetit wartet auch Familie Neumann aus Gablenz. „Hoffentlich ist die Suppe nicht alle, wenn wir an der Reihe sind“ , so die Eheleute. Doch sie wollen sich die Erbsen nicht nur allein schmecken lassen, haben zum einen noch Freunde dabei und zum anderen 29 Portionen im Visier für ein Mitarbeiteressen. Eine tolle Idee.
Von Doris Pätzold, die den Betreuungszug jetzt leitet, war zu hören, dass am Freitag großes Kartoffelschälen angesagt war, damit Sonnabend früh alles zubereitet werden konnte.
Für die richtige Mischung aller Zutaten, die die DRK-Leute vorher frisch einkauften, sorgte dann Koch Andreas Oertel. Der freute sich sichtlich über das viele Lob. Denn immer wieder war zu hören, wie sehr die Erbsensuppe wieder mal schmeckt. Zivi Axel Räder und Stefanie Fiedler sowie Margitta Möckel halfen beim Ausgeben.
Wenige Schritte entfernt hatte der DRK-Kreisverband einen Spendentisch aufgebaut. Hier nahm Roswitha Fiedler die Spenden der Passanten entgegen und lobte deren Bereitschaft, Geld zu geben. Gern erläuterte sie, wofür die Spenden verwendet werden - für Trinkwasseraufbereitungsanlagen. Wie diese funktionieren, beschrieben mitgebrachte Grafiken und anderes Informationsmaterial.
Auch die Aktion am Kaufland wurde gut angenommen. Derweil auch hier Suppe verkauft wurde, waren an anderen Stellen der Stadt und in weiteren Orten Mitglieder des DRK-Kreisverbandes mit Sammelbüchsen unterwegs. Am Ende des Aktionstages konnten DRK-Geschäftsführerin Barbara Koschkar und Organisatorin Monika Lange einen Tageserlös von 2400 Euro melden. „Wir möchten uns bei allen Bürgern bedanken, die unsere Aktion unterstützten. Mit Sozialministerin Helma Orosz und CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzenden Lothar Bienst standen uns hochrangige Vertreter der Politik zur Seite“ , so Barbara Koschkar.
Sie und ihre Mitstreiter freuten sich gleichzeitig über die unbürokratische Unterstützung durch Institutionen, Supermärkte und Gewerbetreibende.
„Ein besonderer Dank gilt unseren Mitgliedern“ , durch die dieser Aktionstag ja erst möglich wurde.