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| 12:55 Uhr

Aus dem Gemeinderat
Rietschener Entscheidungen von A bis W

 Horst Mrusek war 28 Jahre als Gemeinderat tätig.
Horst Mrusek war 28 Jahre als Gemeinderat tätig. FOTO: Preikschat
Rietschen . Der Gemeinderat berät letztmalig vor einer großen Veränderung: Der Strukturwandel ist zu gestalten. Von Regina Weiß

Am fleißigsten war der Rietschener Gemeinderat 2015. Das verrät der Blick in die Statistik, die Rietschens Bürgermeister Ralf Brehmer (parteilos) am Ende der Legislaturperiode am Montagabend vorgestellt hat.

Denn von 357 Beschlüssen, die die Räte in den vergangenen fünf Jahren gefasst haben, können 73 dem besagten Jahr zugeschrieben werden. Insgesamt hat der Rat 55 Mal getagt. 2017 gab es in jedem Monat eine Sitzung.

Karl-Heinz Nicko (CDU) und Wolfgang Schmidt (Freie Wähler) waren bei 50 Sitzungen anwesend, hebt Brehmer hervor. Nicht mehr im neuen Rat vertreten sind mit Horst Mrusek, Anita Szonn und Gerd Wenzel Räte, die sich mehrere Legislaturen für das Gemeinwohl engagiert haben. Horst Mrusek bringt es als Dienstältester auf durchweg 28 Jahre. Mit ihm scheidet auch der stellvertretende Bürgermeister aus.

Der neue Gemeinderat in Rietschen steht vor großen Veränderungen. Nicht nur, weil er weniger Plätze hat, sondern weil nur noch eine Partei und eine Wählervereinigung mit Personen im Gremium vertreten sind. Durch einen Fehler bei der Kandidatenaufstellung der Freien Wähler haben nur die CDU und „Wähler in Rietschen“ (WiR) den Einzug geschafft. Ralf Brehmer spricht von einer besonderen Situation. „Ich finde es bedauerlich. Es gab Umstände, die dazu geführt haben. Ich will das nicht werten und keine Schuld zuweisen“, so Brehmer weiter. Er will vielmehr eine gute Lösung finden, dass man den Menschen, die bereit sind, sich zu engagieren, eine Mitarbeit anbieten kann.

Mit dem Thema Strukturwandel steht ein Dauerthema im Rietschener Gemeinderat für die nächsten Jahre an. Die Themen der zurückliegenden Wahlperiode waren dagegen sehr vielfältig. Sie reichten laut Bürgermeister von A wie der Gemeindetochter ArTour bis zu W wie Wappen. Das Begegnungszentrum wurde geschaffen, von dem die Freie Oberschule profitiert, der Kita-Anbau auf den Weg gebracht. Die Sanierung des Kinos läuft. Beim Trinkwasser wurden unter anderem ein neuer Brunnen gebaut und die Preise stabil gehalten. Mit der Schöpsverlegung habe sich beispielsweise in Hammerstadt soviel verändert, wie sonst in 100 Jahren nicht, nannte Brehmer einige Beispiele. Nicht zu vergessen, die Farben der Gemeinde und die entsprechende Flagge. Sage und schreibe fünf Ratsrunden wurden gebraucht, um sich für Grün und Gelb zu entscheiden.

 Horst Mrusek war 28 Jahre als Gemeinderat tätig.
Horst Mrusek war 28 Jahre als Gemeinderat tätig. FOTO: Preikschat