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Entscheidung zum "Lausitzer Eck" steht an

Rietschen. Die Pläne für das künftige Mehrgenerationswohnhaus am ehemaligen "Lausitzer Eck" in der Ortsmitte von Rietschen haben sich geändert. Das bestätigt Wilhelm Fischer, Geschäftsführer der Rietschener Wohnungsgesellschaft (WGR). Christian Köhler

Statt der ursprünglich geplanten zwei Etagen und zehn Wohneinheiten soll das künftige Gebäude neben dem Kino nur noch acht Wohnungen beherbergen und ebenerdig gebaut werden. "Das spart deutlich Kosten, da beispielsweise ein Fahrstuhl nicht benötigt wird", erklärt Fischer. Er wolle jedoch zunächst die Entscheidung im Gemeinderat abwarten.

Dieser tagt am kommenden Montag ab 19 Uhr in der Feuerwehr und berät über das Vorhaben und deren Finanzierung, wie Rietschens Kämmerin Sigune Hilke berichtet. "Der Gemeinderat befasst sich einerseits mit dem Beschluss für das Bauvorhaben und über die Aufnahme von Krediten", sagt Sigune Hilke. Schließlich stehen voraussichtliche Baukosten in Höhe von 1,34 Millionen Euro zur Diskussion. Um die Gelder aufzutreiben, schlägt die Verwaltung eine Doppelstrategie vor: Einerseits soll ein Förderprogramm der Sächsischen Aufbaubank angezapft und zudem ein Darlehen des Abwasserzweckverbandes (AZV) "Schöpsaue" aufgenommen werden. "Das hätte den Vorteil, dass beide Parteien davon profitieren", erläutert die Kämmerin. Schließlich würde der AZV so über das Darlehen zusätzliche Gelder einnehmen und die WGR einen vertrauensvollen Partner zur Finanzierung des Vorhabens bekommen.

Die ehemalige Gaststätte "Lausitzer Eck" und deren Nebengebäude, auf deren Grundstück nun der Neubau der WGR entstehen soll, wurde im vergangenen Jahr abgerissen.