Dauerlicht in allen Zimmern und die Heizung auf volle Pulle – da gehen sozusagen die Geldscheine durch die Esse. Teuer und zudem durch den CO2-Ausstoß nicht gerade zeitgemäß. Wer zudem, wie Krauschwitz, die Euros mehrfach umdrehen muss, geht das Ganze mit der Einführung eines kommunalen Energiemanagements nun strukturiert an. Den Willen dazu hat der Gemeinderat einstimmig bekundet. Das Geld dafür steht zum Großteil durch Fördermittel des Freistaates bereit. Die Sächsische Energieagentur (Saena) und die Sächsische Aufbaubank (SAB) unterstützen das Projekt, das auch Bestandteil des Haushaltsstrukturkonzeptes ist.

Aus dem Gemeinderat Krauschwitz „Wären Sie eine Firma, sind Sie insolvent“

Krauschwitz

Geld steht bereit

Rund 100 000 Euro sind vorgesehen. Davon bekommt Krauschwitz rund 80 Prozent gefördert. Einer der ersten Schritte ist die Einstellung eines Mitarbeiters, der sich in wöchentlich 27 Arbeitsstunden um Gebäudeverwaltung und Energiemanagement kümmern soll. Die Stelle ist befristet bis Ende März 2023. So lang ist auch der Förderrahmen.

In dieser Zeit will Krauschwitz öffentliche Gebäude genau unter die Lupe nehmen, was ihren Energieverbrauch betrifft. „Software und Messtechnik gehören auch zu den Inhalten der Förderung“, erklärt Sandra Strohbach von der Gemeindeverwaltung. Zudem werde das Programm von einem zertifizierten Energiecoach begleitet, der den Krauschwitzern beratend zur Seite steht.

Zwei Gebäude im Blick

Gemeindeamt und Oberschule stehen im ersten Jahr unter Begutachtung. Grundsätzlich gehe es dabei nicht um Investitionen, sondern um Optimierung des Energieverbrauchs, auch durch ein anderes Nutzungsverhalten. Dabei lassen sich kleine Anpassungsarbeiten durchaus finanzieren.

Im zweiten Jahr sollen die Feuerwehrgebäude dann zum Thema Energieeinsparung begutachtet werden.