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Elektro-Tankstelle für Räder kommt in Bad Muskau

Bad Muskau. Beim Thema Elektromobilität habe die Parkstadt Nachholbedarf. Das konstatierte Stadtrat Torsten Noack (CDU) gegenüber seinen Kollegen. rw

Ob sich da nicht etwas ändern müsse, fragte er in Richtung Verwaltung.

Fakt ist, eine Elektrozapfsäule sucht man in Bad Muskau bisher vergebens. Eine Option wäre die Umrüstung der Parkautomaten. Bis auf zwei Stück wäre das an allen anderen Standorten denkbar. "Doch was uns fehlt, ist das zwischen Daumen und Zeigefinger", macht Hauptamtsleiter Dirk Eidtner auf das finanzielle Problem aufmerksam. Pro Umrüstung würde das die Stadt nämlich rund 4000 Euro kosten. Woher nehmen, wenn nicht stehlen. Auch ein Sponsor sei nicht in Sicht. Eine Anfrage bei einem Energieversorger endete für die Parkstadt mit einer abschlägigen Antwort.

Was in naher Zukunft in Bad Muskau kommen wird, ist eine sogenannte Elektrotankstelle für Räder. Das soll im Zuge der Errichtung der neuen Touristinfo am Kirchplatz erfolgen. Denn E-Bikes sind auch auf dem Neiße-Radweg im Kommen. In Sachen Elektromobilität setzt Dirk Eidtner auch auf die Tankstellen, die solche Zapfsäulen anbieten könnten. "Warum muss sich die Kommune jetzt auch noch um die Elektromobilität kümmern?", fragt Eidtner nicht von ungefähr und zieht den Vergleich zum Breitbandausbau. Auch der müsse schon von den Kommunen mitfinanziert werden.

Nachbar Weißwasser verfügt über drei Ladestationen für Fahrräder und eine für Elektrofahrzeuge. Eine solche "Zapfsäule" gibt es auch am Bärwalder See.