Sven Felski, die Ikone des Berliner Eishockeys der vergangenen drei Jahrzehnte überhaupt, hat am vergangenen Wochenende viele Stunden hinter dem Plexiglas im Berliner Wellblechpalast gestanden und interessiert das Treiben auf dem Eis beobachtet. Die Eisbären Juniors haben gemeinsam mit neun weiteren Teams um den „Gasag Cup“ gespielt.

Felski fand lobende Worte über das Teilnehmerfeld und die sportlichem Entwicklung der Spieler. Wenn er meint, dass nicht nur der Sieg zählt, sondern vor allem die Freude am Sport, so „widersetzen“ sich die zehn Mannschaften diesem Ansinnen und kämpfen vehement um jedes Tor, um jeden Punkt, um jeden Sieg. In dem hochkarätigen Teilnehmerfeld mit Mannschaften aus Mannheim, München, Bietigheim, Dresden, Krefeld, Selb, Hannover, Berlin und Weißwasser wurde der Sieger im Modus jeder gegen jeden ermittelt.

Nach insgesamt 288 Spielminuten an zwei Tagen stand mit dem Krefelder EV der Punktbeste und damit der Pokalsieger fest. Die eigentliche Überraschung, um nicht zu sagen Sensation, kam knapp dahinter ein. Die Jungfüchse aus Weißwasser setzten sich gegen die Eisbären Berlin bei Punktgleichheit aufgrund des siegreichen direkten Vergleichs durch. Für die Eislöwen aus Dresden reichte es lediglich für den fünften Rang hinter den Berlinern und und Bietigheim.

Die Freude der Weißwasseraner über den zweiten Platz konnte Felski sehr gut verstehen, die Möglichkeit in großen Turnieren gegeneinander antreten zu können sei wichtig für die Entwicklung der jungen Spieler. Der Weißwasseraner Trainer Torsten Hanusch war stolz auf seine Mannschaft, die sich für das weniger erfolgreiche Abschneiden in der letzten Woche beim Glasmacherpokal durch Siege gegen die Finalisten Dresden und Berlin deutlich rehabilitieren konnte. Allerdings unter veränderten Ausgangsbedingungen: Diesmal hatten ausschließlich die stärksten Spieler die Reise in die Hauptstadt angetreten. Hanusch lobte sein Team, „jeder habe für jeden gekämpft und die Mannschaft habe gezeigt, was sie drauf hat“.

Viel Zeit, um sich auf den Lorbeeren ausruhen, bleibt allerdings nicht. Bereits nächste Woche stehen die sächsischen Landesjugendspiele in Chemnitz an, bei denen Weißwassers U 11 Mannschaft nur zu gern den inoffiziellen Titel eines „Sachsenmeisters“ erringen möchte. Die Konkurrenz wird das allerdings verhindern wollen. Das Echo „Siehste, siehste“ mit Lausitzer Akzent hallt bereits laut genug in der Höhle der (Eis-) Löwen.