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| 18:45 Uhr

Modelleisenbahn
Eisenbahngeschichte in Miniatur

Die TT-Anlage des Görlitzer Modelleisenbahnvereins zeigt eine imaginäre Landschaft in der DDR der 1970er- und 1980er-Jahre. Dazu gehören auch die zeitgemäßen Züge.
Die TT-Anlage des Görlitzer Modelleisenbahnvereins zeigt eine imaginäre Landschaft in der DDR der 1970er- und 1980er-Jahre. Dazu gehören auch die zeitgemäßen Züge. FOTO: MEBV
Görlitz. Das Schlesische Museum zu Görlitz ergänzt seine Ausstellung „Achtung Zug!“ um zwei große Modellanlagen.

Noch bis zum 2. September dieses Jahres kann im Schlesischen Museum die Ausstellung „Achtung Zug!“ über die Geschichte der Eisenbahn in Schlesien besichtigt werden. Auch in den kommenden Monaten wird sie immer wieder durch neue attraktive Sonderpräsentationen ergänzt, kündigt die Einrichtung an. Im Mai und Juni 2018 sind demnach vor allem die Spezialisten und Fans von Modellanlagen angesprochen, wenn zwei Vereine ihre raumfüllenden Eisenbahnlandschaften präsentieren.

Zum Museumsfest am 5. Mai wird ein detailgetreues Modell der Zacken­­bahn präsentiert. Es ist ein Werk des Vereins Schlesische Gebirgsbahn, der über viele Jahre hinweg die 49 Kilometer lange Strecke von Hirschberg/Jelenia Góra bis zum tschechischen Kořenov (vor 1918 Grünthal, dann Polubný/Polaun) erforscht und in Miniatur nachgebildet hat. Besucher werden markante Streckenabschnitte wie den schmalen Moltke-Einschnitt bei Niederschreiberhau oder die Iser-Brücke entdecken. Die von 1891 bis 1902 errichtete Zackenbahn zeichnet sich durch eine enorme Steigung von 40 Prozent aus und war bereits zwischen 1911 und 1923 als eine der ersten Stecken in Deutschland elektrifiziert worden. Ab 1927 kamen Triebwagen der DR-Baureihe ET 89 mit dem Spitznamen „Rübezahl“ zum Einsatz. Die Präsentation ist bis zum 27. Mai zu erleben.

Dann folgt vom 1. bis 24. Juni die TT-Anlage des Görlitzer Modelleisenbahnvereins. Sie stellt eine imaginäre Landschaft in der DDR der 1970er- und 1980er-Jahre dar. Den Mittelpunkt bildet der Bahnhof „Grenzingen“, der überall in der DDR hätte existieren können. Auf der Anlage wurde auch ein Bahnbetriebswerk errichtet. Dazu gehören ein achtgleisiger Ringlokschuppen mit Drehscheibe sowie Anlagen zur Besandung, Bekohlung oder Aufnahme von Kühlwasser. Auf den Schienen verkehren zeitgemäße Zuggarnituren der Deutschen Reichsbahn. Zahlreiche Details laden zum Entdecken von charakteristischen Szenen des DDR-Alltags ein, kündigt das Museum an.

Beide Modellanlagen können während der Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden, an den Wochenenden sind sie mit Fahrbetrieb zu erleben. Die Vereinsmitglieder lassen originalgetreue Züge aus verschiedenen Zeiten verkehren.

Einen achtgleisigen Ringlokschuppen mit Drehscheibe sowie Anlagen zur Besandung, Bekohlung oder Aufnahme von Kühlwasser haben die Görlitzer Modelleisenbahner in ihre Anlage integriert.
Einen achtgleisigen Ringlokschuppen mit Drehscheibe sowie Anlagen zur Besandung, Bekohlung oder Aufnahme von Kühlwasser haben die Görlitzer Modelleisenbahner in ihre Anlage integriert. FOTO: MEBV
(red/dh)