"Damit ist das Urteil rechtskräftig", erklärt Jörg Küsgen auf RUNDSCHAU-Nachfrage.

Die 20-Jährige war im Januar von der Jugendkammer des Landgerichtes Görlitz zu der Haftstrafe verurteilt worden. Ihr wurde vorgeworfen, im Juli 2012 in einem Mutter-Kind-Wohnheim in Weißwasser ihren elf Tage alten Sohn derart geschüttelt zu haben, dass der Säugling mehrere Rippenbrüche und eine Blutung unter der Hirnhaut erlitten hatte, teilte das Gericht im Zuge der Prozesseröffnung mit. Etwa zehn Tage später habe die Angeklagte ihr Kind nochmals gepackt und geschüttelt. Daraufhin, so das Gericht, sei das Baby verstorben.

Weil der Frau eine eingeschränkte Schuldfähigkeit bescheinigt wurde, hatte sie Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt. Allerdings begründete das Landgericht damals schon, dass die Mutter die Folgen ihrer Handlung hätte vorhersehen müssen. Das hat nun der Bundesgerichtshof offenbar genauso gesehen und den Einspruch abgewiesen. Von der Haftstrafe, die die Verurteilte nun angehen muss, hat sie im Laufe des Prozesses bereits drei Monate verbüßt.