Die Hobbygärtner stehen in den Startlöchern oder besser gesagt vor der neuen Aussaat- und Pflanzzeit. Warum es nicht mal mit alten Sorten probieren? Doch wo bekommt man diese her, ohne lange suchen zu müssen? Der traditionelle Frühjahrs-Naturmarkt im Unesco-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft könnte ein solcher Anlaufpunkt sein. Das Biosphärenreservat lädt am 23. April bereits zur 19. Auflage ein. Von 10 bis 17 Uhr offerieren zahlreiche Händler, Handwerker und Vereine im Malschwitzer Ortsteil Wartha ihr Angebot.
Passend zum Beginn der Gartensaison bieten Gärtnereien Saat- und Pflanzgut alter und neuer Obst-, Gemüse- oder Kräutersorten an. Regionale Produzenten ergänzen das Angebot mit Lebensmitteln, Handwerksprodukten und vielem mehr. „Teilweise lassen sich diese bei deren Herstellung ihrer Waren auch über die Schulter schauen. Dabei werden traditionelle Handwerkstechniken wie Besen binden, Sense dengeln, Körbe flechten oder Töpfern vorgestellt“, teilt Christina Schmidt von der Öffentlichkeitsarbeit mit.
Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft Biosphärenreservat will mehr sein als Wälder und Teiche

Wartha

Hofläden und Bäcker auf dem Markt in Wartha präsent

Für das leibliche Wohl sorgen Gastwirtschaften, Bäckereien, Fleischereien und Hofläden von Land- und Fischwirten aus der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft.
Thematisch widmet sich der diesjährige Frühjahrsmarkt Insekten und deren Schutz. Begleitet wird der traditionelle Frühjahrs-Naturmarkt von einem bunten Kulturprogramm. Auch für die jungen Marktbesucher gibt es einiges zu entdecken. Neben zahlreichen Mitmachangeboten, wie Basteln, Bogenschießen und Reiten wird es am Vormittag das Puppentheaterstück „Kasper und der fürchterliche Drache“ von Marco Vollmann aus Dresden geben.
Darüber hinaus gibt es im Haus der Tausend Teiche die Sonderausstellung „Vom Leben im Schilf. Fotografien von Rudolf Zimmermann (1878–1943)“ zu sehen. Zimmermann zählt zu den Pionieren der Tierfotografie in Deutschland. Die Ausstellung zeigt einen Teil seiner eindrucksvollen Bilder der Vogelwelt der Heide- und Teichlandschaft aus den 1920er und 1930er-Jahren, rührt die Reservatsleitung die Werbetrommel.
Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft Biosphärenreservat will mehr sein als Wälder und Teiche

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