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| 02:56 Uhr

Einheitlicher Tarif von Görlitz bis Dresden gewollt

Bautzen. Der Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) drängt auf die Erweiterung der Übergangstarife mit dem Verkehrsverbund Oberelbe (VVO). Mittelfristig soll eine gemeinsame Tariflösung erreicht werden. Langfristig ist die Fusion beider Verbände Ziel. Der Kreis Bautzen wird derzeit noch geteilt: Während Hoyerswerda zum VVO gehört, zählt Bautzen zum ZVON. Uwe Menschner

Wie Geschäftsführer Hans-Jürgen Pfeiffer auf Anfrage erklärte, werde der ZVON-Vorsitzende und Bautzener Landrat Michael Harig demnächst entsprechende Konsultationen mit seinem VVO-Kollegen, dem Meißener Landrat Arnd Steinbach (beide CDU), aufnehmen. Ein wichtiger Punkt dabei sei die Ausdehnung der bestehenden Übergangsregelung für Zeitkarten auf der Bahnstrecke Görlitz-Dresden auf Einzelfahrscheine und Tageskarten.

Damit folgt der ZVON auch einer Forderung des CDU-Kreisverbandes Bautzen, der die "schnellstmögliche Einführung eines erweiterten Übergangstarifes" verlangt. Landrat Michael Harig hatte in seiner Eigenschaft als CDU-Kreisvorsitzender bereits betont: "Damit erreichen wir, dass unser Landkreis noch besser an die Landeshauptstadt Dresden und die Euroregion Neisse angebunden wird." Der VVO zeigt sich offen für dieses Anliegen, verweist jedoch auf die geplante Neugestaltung seines Tarifsystems sowie auf die Frage einer möglichen Vereinigung der beiden Zweckverbände. "Die Tarifstrukturen unserer beiden Verbände sind gegenwärtig völlig unterschiedlich und nicht vereinbar", erklärt Pressesprecher Christian Schlemper. Während der ZVON-Streckentarif "kompliziert, aber gerecht" sei, charakterisiert Schlemper den eigenen VVO-Zonentarif als "einfach, aber manchmal auch ungerecht". Im Zuge der Neugestaltung wolle man den Tarif "gerechter" gestalten, wobei die Art und Weise noch völlig unklar sei.

Vor diesem Hintergrund, so der Sprecher, stelle sich für den VVO die Frage, "inwieweit es jetzt noch sinnvoll ist, neue Einzelregelungen für bestimmte Strecken einzuführen". Diese gibt es bereits beispielsweise für die Buslinien zwischen Bautzen und Kamenz beziehungsweise Hoyerswerda. Für die Bahnlinie Görlitz-Dresden ist dies bislang nur für Wochen- und Monatskarten möglich.