| 15:13 Uhr

Muskauer Faltenbogen
Eine Vision – die Krone für den Drachenberg

Jürgen Siegemund mit seiner Vision vom Drachenberg: Ihn soll ein Turm krönen.
Jürgen Siegemund mit seiner Vision vom Drachenberg: Ihn soll ein Turm krönen. FOTO: Regina Weiß
Krauschwitz. Das achte Schneetreiben in Fellers Gartenpark in Krauschwitz zieht Samstagnachmittag Jung und Alt an. Von Regina Weiß

Zehn Zentimeter hoch liegt der Schnee. Also ganz ideale Bedingungen, um mit Schneeschuhen über denselben zu stapfen. Das Schneetreiben auf dem Gelände der Familie Feller in Krauschwitz macht seinem Namen am Samstag damit alle Ehre.

Schnee am Samstag, wo man denkt, der Frühling fängt gleich an? Ja, Dank der Hilfe von der Eisarena Weißwasser kann zumindest eine Miniloipe für die Kinder angelegt werden. Und auf der versucht sich gerade Lilly Berno. Angefeuert von Michael und Heike Krahl von der Arbeitsgruppe Eiszeitdorf probiert die Kleine das neue sportlichen Metier. Sie gibt sich alle Mühe.

Noch besser bei den jüngsten Besuchern kommt allerdings das Kindertaxi an. Peter Feller mit dem Rasentraktor vorne dran, lassen sich die Mädchen und Jungen durch den Gartenpark kutschieren. Klar, dass eine Pause bei den vollbiologischen Rasenmähern nicht fehlen darf. Fritzi, Maxi und Motzi sind drei Alpakas. Gern lassen sie sich streicheln, wenn dafür ein bisschen Futter durch den Zaun gereicht wird.

Zum achten Mal lädt der Eiszeitdorf-Verein und seine Helfer zum Schneetreiben ein. Mit 60 Litern Glühwein sind Evamaria und Bernd Geisler wieder mit dabei. Schließlich plaudert es sich noch mal so nett, wenn der Körper von innen gewärmt wird.

Die Wandergruppe aus Weißwasser hält den Organisatoren die ganzen Jahre über die Treue. Gemeinsam haben die Damen und Herren mehr als zehn Kilometer unter die Füße genommen, um sich in Krauschwitz stärken zu können. „Die Verpflegung ist hier immer bestens“, erfährt die RUNDSCHAU. Bratwurst, hausgemachter Kuchen – die Streusel mit guter Butter – und Kaffee werden konsumiert, um dann bei der Strecke nach Hause wieder abtrainiert zu werden. Dabei geht es natürlich über die Drachenberge.

Mit 163 Metern ist der Drachenberg die höchster Erhebung im Altkreis Weißwasser. Und für den hat Jürgen Siegemund eine Vision. Der bekannte und engagierte Natur- und Landschaftsführer aus Gablenz möchte gern ein Krone für den Drachenberg. Was der Felixsee und die Grube Babina vormachen, müsse doch auch im sächsischen Teil des Faltenbogens möglich sein: ein Aussichts­turm. Als Beispiel dient Siegemund der Turm vom Rotstein (Sohland). Für diese Vision trommelt der Gablenzer um Unterstützer. Den Krauschwitzer Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler) und den Oberbürgermeister von Weißwasser Torsten Pötzsch (Klartext) weiß er dabei auf seiner Seite. Siegemund geht es mit seiner Idee auch darum, dass in Sachsen das Thema Muskauer Faltenbogen einfach mehr Fahrt aufnehmen soll. Brandenburg und Polen seien da viel weiter.

Weiter geht es auch im Gartenpark von Rosi und Peter Feller. Weinberg, Drachengolfanlage und Wehrturm reichen dem Krauschwitzer noch nicht. Jetzt soll ein großer Schneemann wachsen. „Vielleicht auch zum Klettern für die Kinder. Ob das geht, weiß ich noch nicht. Ist ja alles eine Frage der Sicherheit“, so Peter Feller. Und auch die Rakotzbrücke braucht noch Arbeitsstunden.