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Eine "Superförderung" für Groß Düben

Innenminister Markus Ulbig (CDU), Landtagsabgeordneter Lothar Bienst (CDU) und Groß Dübens Bürgermeister Helmut Krautz (SPD) bei der Übergabe des Fördermittelbescheids.
Innenminister Markus Ulbig (CDU), Landtagsabgeordneter Lothar Bienst (CDU) und Groß Dübens Bürgermeister Helmut Krautz (SPD) bei der Übergabe des Fördermittelbescheids. FOTO: Regina Weiß
Groß Düben. Aus dem Landesbrachenprogramm bekommt Groß Düben die Summe von 450 000 Euro als Förderung vom Freistaat. Den Bescheid überbrachte Innenminister Markus Ulbig (CDU) am Freitag persönlich. Regina Weiß

"Das ist eine Superförderung, lieber Herr Bürgermeister", so Innenminister Markus Ulbig bei seinem Besuch am Freitagmorgen in der Gemeinde Groß Düben. Aus dem Landesbrachenprogramm bekommt die Gemeinde 450 000 Euro überreicht und damit allein fast zehn Prozent der für Abrisse vorgesehenen Landesmittel. Zudem beträgt die Förderhöhe 90 Prozent der Kosten - ein Umstand, der auch nicht mehr so oft zu finden ist.

Das Geld soll der Gemeinde helfen, das ehemalige Aussiedlerheim abzureißen. Dieses steht seit über zehn Jahren leer. "Gebäude, die lange leer stehen, bergen immer Gefahren in sich", so der Innenminister. Das kann auch SPD-Bundestagsabgeordneter Thomas Jurk bestätigen.

Zudem würden sich die Menschen für ihre eigenen Gebäude engagieren, da würden Brachen die positive Wahrnehmung in der Gemeindeentwicklung zerstören. Deshalb findet Ulbig, brauche es auch im nächsten Landes-Doppelhaushalt wieder Geld für ein Brachenprogramm. Landtagsabgeordneter Lothar Bienst (CDU) sieht das genauso.

Groß Dübens Bürgermeister Helmut Krautz (SPD) freut sich über die Förderung. "Es ist eine große Hilfe", so Krautz. Noch dazu, wo erstmals in seiner 25-jährigen Amtszeit als Bürgermeister die Finanzlage in der Gemeinde nicht so rosig aussieht. Um alle Vorhaben realisieren zu können, muss erstmals ein Kredit aufgenommen werden.

Krautz, der den Bescheid sofort an Kämmerin Carmen Petrick und damit die Verwaltungsgemeinschaft Schleife weitergab, hofft, dass zeitnah die Ausschreibung vorbereitet wird. 2014 soll der Abriss beendet werden. Das Gelände werde entsiegelt und die freie Fläche renaturiert.

Krautz erinnerte daran, dass die Kommune damals als eine der ersten bereit gewesen war, zunächst russischen Juden, dann Russlanddeutschen eine Heimstatt auf Zeit zu bieten.

Da der Pressetermin am Freitag in Groß Düben in den Räumen der Feuerwehr stattfand, nutzte Ulbig die Möglichkeit, um sich vom Wehrleiter Sven Lehmann und Stellvertreter Mario Sonnert die Räume zeigen zu lassen. Ulbig erfuhr, dass die vor einem Jahr gegründete Kidsfeuerwehr gut angenommen wird.