ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 00:00 Uhr

Eine Reise in die Vergangenheit

Weißwasser.. Anfang Mai werden Angehörige von Joseph Schweig, der im Januar dieses Jahres die Ehrenbürgerwürde verliehen bekam, Weißwasser besuchen. (red/ni)

Sie, die seit Jahrzehnten in Israel eine neue Heimat gefunden haben, wollen die Lebens- und Wirkungsstätten ihres bedeutenden Vorfahren erkunden, von dem sie bislang wenig wussten, informiert der Verein „Zukunft gestalten ohne zu vergessen“ . Der Vater der Besucher - der Wissenschaftler Dr. Bruno Schweig - lebte nach Studium und Einsatz im ersten Weltkrieg in Berlin und vertrat die väterlichen Betriebe im Deutschen Reich und im europäischen Ausland. Als Hitler 1933 an die Macht gelangte, entzog sich Dr. Bruno Schweig der Verfolgung durch die Emigration nach Frankreich und Großbritannien.
Hier etablierte er sich als Berater von Glashütten und Spiegelfabriken, wo er bald eine überragende Stellung in der Branche einnahm, erinnert der Weißwasseraner Verein an die Lebensstationen.
Die Erkenntnisse habe Dr. Bruno Schweig in einem Buch über die Spiegelproduktion niedergeschrieben, das 1972 erschien. Die Kopie dieses Titels hat jetzt das Glasmuseum Weißwasser erworben.
Der Autor verstarb 1985 im hohen Alter von 95 Jahren, zuletzt noch geehrt durch die Mitgliedschaft in der Königlich-britischen Gesellschaft der Wissenschaften. Seine Kinder seien frühzeitg nach Israel ausgewandert. Emigration und Flucht hätten große Lücken in der Familiengeschichte hinterlassen und die Nachkommen nun zu dieser privaten Reise bewogen, so der Verein „Zukunft gestalten ohne zu vergessen“ . Dessen Mitglieder haben nach eigenen Angaben ein umfangreiches Programm vorbereitet, so dass die Familie Schweig ein lebendiges Bild ihres berühmten Vorfahren und eindrucksvolle Erlebnisse aus Weißwasser mit nach Israel nehmen können.
Stationen in Weißwasser sind alljene Orte, die an das Wirken Joseph Schweigs erinnern.
Auch der Fürst-Pückler-Park Bad Muskau soll den Gästen gezeigt werden, teilte der Verein mit.