Für das Fehlen des Boxberger Gemeinderates Robert Baierl (Freie Wähler), der noch am vergangenen Wochenende als Karnevalsprinz in Uhyst aufgetreten war, hatte Boxbergs Bürgermeister Achim Junker (CDU) eine einfache Erklärung. "Er fehlt heute wegen Krankheit", suchte Junker dem Schmunzeln der Gemeinderäte gleich zu Sitzungsbeginn einen Riegel vorzuschieben.

Auf die Frage von Stadträtin Kathrin Jung (SPD) im vergangenen Bauausschuss, ob denn auf der Güterstraße in Weißwasser auch nach Abschluss der Bauarbeiten bei Stölzle große Brummis fahren werden, entgegnete Baureferatsleiter Thomas Böse: "Die Güterstraße heißt nicht nur so, sondern es werden auch tatsächlich dort Güter transportiert." Straßen seien nun einmal dafür gebaut worden, dass auf ihnen Fahrzeuge entlang fahren.

Beim Gespräch der RUNDSCHAU mit der Rietschener Kantorin Anita Szonn, die sich am 1. März in den Ruhestand verabschiedet, erinnerte sie sich gemeinsam mit ihrem Mann an den ersten Auftritt des Chores 1976 in der Kirche. "Ich glaube, der Chor hat damals dreimal angefangen", erinnert sich Harald Szonn lachend. Seine Frau gesteht: "Naja, es gab schon Momente, da wollte man am liebsten im Boden versinken." Dennoch erfüllt es Anita Szonn mit Stolz, wenn sich ehemalige Chorschüler bei ihr melden: "Ich wurde einmal von einer ehemaligen Schülerin ins Cottbuser Theater eingeladen. Dort hat sie gesungen und sich bei mir bedankt, dass ich sie zur Musik gebracht habe. Das erfüllt einen wirklich mit Stolz."

Im Prozess am Amtsgericht Weißwasser am Donnerstag hatte sich ein Zeuge zu einer mutmaßlichen Körperverletzung geäußert. Auf die Frage des Richters, wie denn sein Alkoholgenuss am besagten Abend war, sagte dieser: "Ich war leicht angetrunken." Der Verteidiger des Angeklagten hakte nach: "Im Polizeibericht steht, sie hatten an dem Abend zehn Desperados getrunken. Was sind denn Desperados?" Der Zeuge beantwortete die Frage wahrheitsgemäß: "Das ist Bier mit Tequila. Warum wollen Sie das wissen?" Der Anwalt entgegnete: "Ich frage nicht nur, weil ich mich für Alkohol interessiere."

Die Kringelsdorfer Kameraden bewiesen während der Wahl ihrer neuen Wehrleitung durchaus Kreativität. Da es nur ein "Wahllokal" im örtlichen Kulturhaus gab, mussten kurzerhand die Fenstervorgänge als provisorische "Kabine" herhalten.