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| 02:50 Uhr

Eine Lösung für Zebrastreifen im Visier

Bad Muskau. Es scheint so, als könnte der Fußgängerüberweg die Ketten sprengen, in die er in Bad Muskau am Marktplatz eingeschlossen werden sollte. Zumindest deuten das Vertreter der Kreisverwaltung gegenüber der RUNDSCHAU an. Regina Weiß

Werner Genau, Dezernent des Landkreises Görlitz, und Dieter Peschel, Leiter des kreislichen Bauamtes, sind sich einig: Der Fußgängerüberweg in Bad Muskau ist nur noch eine Frage der Zeit, aber er soll gebaut werden. Dafür setzen beide Männer auf interne Gespräche und zwar mit der Verkehrsbehörde des Landkreises, sagen sie der RUNDSCHAU auf Nachfrage. "Wir wollen eine einvernehmliche Lösung", so Genau. Beide Männer wissen, dass die unterschiedlichen Sichtweisen der Kreisbehörde, die bei der jüngsten Einwohnerversammlung in Bad Muskau zutage getreten sind, der kreislichen Verwaltung nicht gerade gut zu Gesicht gestanden haben.

Die Straßenverkehrsbehörde hatte den Bad Muskauern nämlich schriftlich mitgeteilt, dass der Zebrastreifen in Höhe Marktplatz eigentlich wegen der dort vorgeschriebenen 30 km/h entbehrlich sei. Und wenn gebaut werde, dann nur mit einer Zwangsführung in Ketten oder Absperrungen, damit die Fußgängerströme gebündelt werden, um sicherzugehen, dass der Zebrastreifen tatsächlich auch von allen genutzt werde. So sehe es das Regelwerk vor.

Dass nun Bewegung in die Sache kommt, dürfte auch Stadtrat Siegmar Nagorka (CDU) freuen. Er hatte in der jüngsten Stadtratssitzung das Thema noch mal zur Sprache gebracht. "Das ist doch eine fast unendliche Geschichte. Alle waren sich einig, dass der Bau kommt", so Nagorka. Nun helfe aus seiner Sicht nur, alle Beteiligten an einen Tisch zu setzen und die Lösung gemeinsam zu suchen. Schließlich wollen ja auch die, die den Zebrastreifen möchten, auch kein Geländer. Sonst könne man das ganze Vorhaben nämlich in den Skat drücken.

Die Stadt Bad Muskau hatte sich nach der Einwohnerversammlung mit einem Brief an die Kreisverwaltung gewandt und darum gebeten, das Thema doch bitte sachlich auszudiskutieren. Bürgermeister Andreas Bänder (CDU) hatte bereits in der Einwohnerversammlung gesagt, dass er den Überweg nur ohne Zwangsführung unterstütze. "Damit verschandeln wir uns die gesamte Marktplatzgestaltung. Wenn es keine Kompromisslösung gibt, dann lehne ich den Überweg ab", so sein damaliger Kommentar.