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| 01:02 Uhr

Eine Entscheidung für die Zukunft

Bad Muskau.. Über einen großen Leerstand brauchte die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Bad Muskau noch nie zu klagen. Die Wohnungen sind meist schon wieder vergeben, da sitzt der alter Mieter noch auf gepackten Koffern. Gut, dass es so ist, finden die Vorstände Rita Hartung und Siegmar Nagorka. Regina Weiß


Damit die Wohnungen der Genossenschaft auch künftig nicht leer bleiben, wurde eine wichtige Entscheidung gefällt; die Genossenschaft senkt ihre Anteile. „Es war schon so, dass Interessenten bei uns vorsprachen, um eine Wohnung zu mieten. Doch die schluckten dann schon, als sie hörten, was beispielsweise als Anteil für eine Drei-Raum-Wohnung zu zahlen ist, nämlich 1610 Euro“ , weiß Siegmar Nagorka zu berichten. In den Zeiten, wo das Geld knapp ist, nahm dann mancher Abstand vom Angebot.

100-prozentige Zustimmung
„Wir haben uns mit der Thematik ziemlich lange beschäftigt. Es dauerte allein ein Vierteljahr, um den Aufsichtsrat von unserer Idee zu überzeugen“ , so Siegmar Nagorka weiter. Danach wurde das Thema ausführlich mit den Mietern besprochen. Bei einer Versammlung bekam der Vorstand für seine Idee ein einstimmiges Votum der Mieter. „Das hat uns natürlich besonders gefreut“ , so die beiden Bad-Muskauer.
Die in der Vergangenheit eingezahlten Anteile werden nicht verändert. Es geht um künftige Zahlungen. Die betragen teilweise nur noch ein Drittel vom alten Betrag. Bei besagter Drei-Zimmer-Wohnung sind es nun noch 640 Euro.

Nachfragen aus der Ferne
Neben Bad-Muskauern, die die freien Wohnungen in der Parkstadt nutzen, kann die Genossenschaft auch Zuzüge aus Weißwasser, Schleife und Cottbus vermelden. Und es gibt Anfragen von weiter her. „Aus Hildesheim und Tutlingen gab es Nachfragen, alte Bad-Muskauer, die wieder hierher wollen“ , berichtet Rita Hartung. Die Nachfrage wird steigen, wenn das Thema Kurortentwicklung eine Dynamik erfährt, ist sich Siegmar Nagorka sicher. „Wir haben schon überlegt, uns zu vergrößern. Doch da sind die Überlegungen längst noch nicht abgeschlossen“ , meint der Vorstand.
Abgeschlossen sind die Überlegungen, wo im nächsten Jahr investiert werden soll. So soll der Zwischenbau zwischen Park- und Kirchstraße eine Dachterrasse erhalten. In dem Zuge soll der Boden ausgebaut und zu Wohnraum werden. Dafür wird das Projekt erstellt. Ferner ist geplant, dass der Block Kirchstraße 4/6 Balkons erhält. „Das ist nämlich die Frage Nummer eins, ob die Wohnungen Balkone haben“ , so Rita Hartung.