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Bildung
Eine doppelte Herausforderung

Boxberg. Die Freie Schule Boxberg freut sich über die Anmeldungen fürs neue Schuljahr. Von Regina Weiß

Dass sich Ausdauer gepaart mit Engagement auszahlt, das erlebt gerade die Freie Oberschule Boxberg. 25 Mädchen und Jungen – und damit so viele wie noch nie in der elfjährigen Geschichte der Bildungseinrichtung – haben sich für das künftige Schuljahr angemeldet. „Das ist doch eine positive Nachricht“, kann Boxbergs Hauptamtsleiter Arian Leffs in der jüngsten Ratssitzung verkünden. Die Gemeinderräte sehen das genauso. Pädagogin Kristiane Wojcicki, die dem Trägerverein als Beraterin zur Seite steht, lobt kürzlich öffentlich, dass der lange Atem so von Erfolg gekrönt wird.

In diese Freude kann auch Schulleiter Ralph Berthold mit einstimmen, als die RUNDSCHAU bei ihm anbimmelt. „Wir waren von dieser Welle wirklich sehr überrascht. Wir hatten null Ahnung“, sagt er zur Heimatzeitung. Dass die Schule sicherstelle, dass der Unterrichtsausfall gen Null tendiert, die Prüfungsergebnisse, das Konzept – wahrscheinlich sei es der Mix aus allem, der die Eltern in den einzelnen Ortsteilen überzeugt habe.

25 Mädchen und Jungen sind aber auch eine Herausforderung. Denn die Schule arbeitet mit kleinen Klassen. „Wir wollen keinen wegschicken“, sagt der Schulleiter. Mit allen, die diesbezüglich Verantwortung tragen, werde derzeit an einer Lösung gearbeitet.

Derzeit ist viel Bewegung bei der Freien Schule. Das betrifft nicht nur die neuen Schüler, sondern trifft auch auf das Baugeschehen im Schulhaus zu. Für das Begegnungszentrum geben sich quasi die Handwerker die Klinke in die Hand. Nach Beseitigung des Wasserschadens in den Klassen- und Schulleitungsräumen ist die Zeit des „Wanderzirkusses“ für die Mädchen und Jungen vorbei und der Schulbetrieb läuft wieder im Haus. „Die Stühle stehen an ihren Plätzen, der Strom fließt wieder und die Heizung ist warm“, sagt Ralph Berthold.

Die Zeit der Einschränkungen bleibt aber noch einige Monate der Begleiter, weil mit Nachdruck die unterschiedlichsten Gewerke weiterhin an der Herstellung des Begegnungszentrums arbeiten, hat es Bürgermeister Achim Junker (CDU) jüngst in der Ratssitzung formuliert.

„Ich habe großen Respekt vor den Handwerkern, die wirklich ganz viel Rücksicht auf uns nehmen“, so Berthold. Bei Klassenarbeiten werde sozusagen das Bohren eingestellt, damit sich die Schüler konzentrieren können.

Derweil gelernt wird, wurden parallel der Einbau des Aufzuges für die Barrierefreiheit abgeschlossen und die Lüftungsleitungen verlegt. Im zweiten Obergeschoss wurden durch den Trockenbauer die Unterkonstruktionen für die abgehangenen Decken montiert. Für die weiteren Arbeiten sind die Ausführungen der Wand- und Deckendurchführungen mit dem Brandschutzprüfer zu klären, kündigt Junker den nächsten Schritt an.