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| 01:10 Uhr

Ein Schritt mit Symbolik

Bad Muskau.. Erst kürzlich beschäftigte sich der Stadtrat mit dem B-Plan Loose Wiesen. Dabei zeigte sich, dass am Plan weiter gearbeitet werden muss, denn noch haben Träger öffentlicher Belange so manchen Punkt, der noch geklärt werden muss. Trotzdem hofft Günter Tarlatt von der Fürst-Pückler Thermen und Gesundheitszentren GmbH (FPTG), in diesem Jahr noch den ersten Spatenstich für das „Gesundheitsresort“ zu tätigen. Von regina Weiß

Seit Anfang Juli sitzt die FPTG nicht mehr im Moorbad, sondern hat ihre Büros im Technologiezentrum. Ein Schritt mit Symbolik für Günter Tarlatt. Denn nur eine Etage weiter sitzt die Entwicklungsgesellschaft des Landkreises und damit auch Wirtschaftsförderer Dr. Klaus Herold. „Obwohl wir uns im Moorbad sehr wohl gefühlt haben, ist uns die Zusammenarbeit mit der Entwicklungsgesellschaft wichtiger“ , so Tarlatt gegenüber der RUNDSCHAU.

Planung wird fortgesetzt
Apropos Entwicklung. Tarlatt geht davon aus, dass der Landrat in der nächsten Woche den vorgezogenen Baubescheid erteilt. „Parallel dazu wird weiter an der Planung gearbeitet. Aber mit dem Bescheid können wir endlich weiter an der Investitions- und Finanzierungssicherheit arbeiten und die Grundstücke erwerben“ , so Tarlatt.
Auf Nachfrage der RUNDSCHAU erklärte er, dass die Co-Finanzierung für die Fördermittel gesichert ist. Positiv ist, so Tarlatt, dass die Sozialleistungsträger die medizinischen Konzepte des künftigen „Gesundheitsresorts“ genehmigt haben. Osteopathie, Atemwegs-, Haut- und orthopädische Erkrankungen sowie Rheuma - Patienten aus diesen Bereichen will man mittels Moor und Solethermalwasser Linderung verschaffen.

In den Startlöchern
Ferner konnte Tarlatt mitteilen, dass man Mediziner vom Johanniterorden für die medizinische Leitung der Einrichtung gewinnen konnte. Und außerdem sitzt ein namhafter deutscher Hotelbetreiber in den Startlöchern, der die gesamte Anlage führen wird. Vier Sterne nimmt man dabei ins Visier.
Die Firma Obermeyer, Projektentwickler und stark beim FPTG-Vorhaben engagiert, habe sich aus der Geschichte in Bad Muskau zurückgezogen, hieß es erst dieser Tage. Auf die entsprechende Frage der RUNDSCHAU meinte Günter Tarlatt: „Obermeyer hat einen Brief geschrieben und macht nachdrücklich auf die Klärung zweier Probleme aufmerksam. Da geht es um den Bauvorbescheid und die Wasserrechte.“

Langwierige Verhandlungen
Letztgenanntes Thema ist wirklich überreif. Seit dem 12. August 2001 befindet sich die FPTG in Verhandlungen um das Wasserrecht. Erst wollte es der Landkreis kaufen, dann der Freistaat - Ende offen. „Gemeinsam mit dem Wirtschafts- und Finanzministerium hat es dazu in dieser Woche eine Runde gegeben. Dort hieß es, in vier Wochen gibt es das nächste Gespräch, wo uns Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt werden soll“ , so Günter Tarlatt. Er denkt, dass noch dieses Jahr der erste Spatenstich auf den Loosen Wiesen getätigt werden kann.
Verstehen kann er, dass die ganze Geschichte den Bad-Muskauern viel zu lange dauert. „Rechnet man unsere Gesamtinvestitionssumme auf Eigenheime runter, dann investieren wir hier 200 Häuser und organisieren deren Betrieb. Das ist ein ganzer Stadtteil. Da führe ich im Vorfeld lieber ein Gespräch mehr, als mir später Vorwürfe zu machen, ach hättest du doch“ , so Tarlatt abschließend.