ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:49 Uhr

Ein Netzwerk für die Umweltbildung

Theresia Bouhaka zeigt die neuen Hefte mit einem Überblick über die naturpädagogische Arbeit in der Region.
Theresia Bouhaka zeigt die neuen Hefte mit einem Überblick über die naturpädagogische Arbeit in der Region. FOTO: Regina Weiß
Nochten. Welche vielfältigen Angebote es an Umweltbildung in der Region gibt, erfahren Interessierte nun auf einen Blick. Die Programme sind erstmals in einem Angebots kalender zusammengefasst. Der geht jetzt an die Schulen. Regina Weiß

Eine Storchennestunterlage mit den eigenen Händen anfertigen oder den Spuren von Isegrim bei einer Exkursion ins Wolfsgebiet folgen oder besondere Geotope wie Moore oder Gieser erkunden - dies alles und noch viel mehr können Kinder und Jugendliche in Sachen Umweltbildung in der Oberlausitz erleben. Doch mancher weiß gar nicht, wie viele Angebote es schon in der Region gibt. Deshalb ist auf Anregung des Teams vom Geopark Muskauer Faltenbogen 2015 die Idee entstanden, ein Netzwerk der Umweltbildungsaktivisten zu schaffen. Daran gestrickt wurde mittlerweile fleißig. Zehn Partner haben sich unter dem Titel "Natur erleben" zusammengetan. Mit dabei sind die Station junger Naturforscher und Techniker, das Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz, der Findlingspark Nochten, der Förderverein für die Natur der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, die Freiwillige Feuerwehr Weißwasser, die Nabu-Regionalgruppe Weißwasser, die Naturforschende Gesellschaft der Oberlausitz, der Natz-Verein aus Hoyerswerda, der Tierpark in Weißwasser sowie der Unesco Geopark Muskauer Faltenbogen. "Uns liegt einfach die Basisarbeit der Region am Herzen. Wir wollen die Potenziale bündeln. Gemeinsam wollen wir die Kinder noch mehr anregen, die Heimat zu erkunden. Im günstigsten Fall schaffen wir es auch noch, Schulen von außen in die Region zu uns zu holen", so Nancy Sauer, Geschäftsstellenleiterin des Geoparks. Kinder und Jugendliche seien schließlich noch begeisterungsfähig, findet Geopark-Kollegin Theresia Bouhaka. Geht es nach Fritz Brozio von der Naturforschenden Gesellschaft, dann lässt sich so vielleicht noch besser ein Samenkorn einpflanzen, das in vielfältiger Weise Früchte trägt, bis hin zur Nachwuchsgewinnung für die Vereine.

Der nun erstmals erschienene Angebotskalender 2016 gibt einen Überblick über die naturpädagogischen Angebote der Region. Aus diesem Fundus können beispielsweise Lehrer schöpfen. Das Werk in einer Auflage von erstmals 500 Stück wird an 76 Schulen im Landkreis Görlitz sowie im Raum Hoyerswerda verteilt. Vanessa Ludwig vom Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz regt an, den Verteilerkreis noch in den Raum Dresden zu erweitern.

Zum Thema:
Das Netzwerk ist offen für weitere Anbieter von Umweltbildungsangeboten. Diese können sich unter 03576 201057 melden. Um auf ihre Programme hinzuweisen, will das Umweltbildungsnetzwerk beim Biosphärenmarkt im Frühjahr in Wartha präsent sein, zudem die Tourist-Infos der Region auf ihren Angebots kalender aufmerksam machen. Das Projekt wird durch den Freistaat gefördert.