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Ausstellung
Ein Hobby, das sich vermehrt

Die Züchter: Nicole Schmidt, Uwe Stastny sowie Krystian Rogoz zeigen stolz ihre Tiere, denen sie sich seit vielen Jahren verschrieben haben. Dabei handelt es sich um ein Zwergseidenhuhn, die Deutsche Pekingente sowie Polnischer Grünfüßler.
Die Züchter: Nicole Schmidt, Uwe Stastny sowie Krystian Rogoz zeigen stolz ihre Tiere, denen sie sich seit vielen Jahren verschrieben haben. Dabei handelt es sich um ein Zwergseidenhuhn, die Deutsche Pekingente sowie Polnischer Grünfüßler. FOTO: Arlt Martina
Auf der Trebendorfer Reinert Ranch wurden bei der Rassegeflügelschau des Schleifer Vereins die schönsten Tiere gezeigt.

In mehr als 300 Käfigen gackerte, gurrte und schnatterte es am vergangenen Wochenende zur zweitägigen Rassegeflügelausstellung auf der Trebendorfer Ranch. Ein einwöchiger Kraftakt lag vor der Eröffnung der Schau bereits hinter den Mitgliedern des Rassegeflügelzuchtvereins Schleife unter Leitung von Uwe Stastny und Krystian Rogoz. Bereits zur 25. offenen Vereinsschau präsentierten die Züchter ihre schönsten Tiere. Es wurden 320 Tiere ausgestellt, davon wurden 282 bewertet. Dabei gaben die Preisrichter Wolfgang Dubrau, Jürgen Schellschmidt, Ulf Lehmann und Jörg Trompke ihre Wertungen ab. Insgesamt wurden elf Pokale, zwei Kreisverbandsehrenpreise sowie zwei Landesverbandsehrenpreise vergeben. Über die Bewertung von den Tieren mit einem „vorzüglich“ konnten sich folgende Züchter freuen: Eberhard Schulze, Jörg Trompke, Wolfgang Dubrau, Michael Sachse, Horst Schumann, Günter Clement und Uwe Stastny. Klar, dass die Freude nach den Mühen groß war.

Als amtierender Vorsitzender des Vereins mit 31 Mitgliedern wirkt derzeit Uwe Stastny. Der 47-Jährige hat sich seit 31 Jahren dem Hobby Rassegeflügel verschrieben. Er entschied sich für Zwerghühner, Deutsche Pekingenten und Tauben.

Der amtierende Stellvertreter Krystian Rogoz dagegen züchtet Japanische Legewachteln in vier Farbenschlägen sowie Polnische Grünfüßler. Letztgenannte sind Hühner. „Es ist ein aufwendiges, doch auch ein schönes Hobby. Mit Tieren zu arbeiten, ist ein Ausgleich zur täglichen Arbeit. Dabei erhalten wir altes Kulturgut und die Artenvielfalt für die nächsten Generationen. Manche Rassen sind älter als 100 Jahre. In diesem Jahr hatten wir zum Glück noch nicht mit der Vogelgrippe zu kämpfen“, erklärt der 37-Jährige der RUNDSCHAU. Dabei müsse, um sich mit diesem Hobby zu beschäftigen, symbolisch gesehen der „Hühnervirus“ überspringen. „Aus einem Huhn werden dann immer mehrere Tiere, so viel kann man aus Erfahrung sagen“, erzählt der Zuchtfreund.

Als jüngstes Mitglied mit 14 Jahren zählt Paul-Max Lampe und und Max Dubrawa ist mit seinen 85 Lenzen das älteste Vereinsmitglied. Über Nachwuchs im Vereinsleben würden sich die Züchter riesig freuen.

Gern schauten sich die Besucher am Wochenende die zahlreichen Zuchttiere in verschiedenen Rassen und Farbenschlägen an. Dazu gehörten Hühner, Enten, Gänse, Tauben, Puten, Fasane und Wachteln. Erstmals gab es ein Streichelgehege mit Zwerghasen und Meerschweinchen. Als Hauptpreis bei der Tombola galt eine küchenfertige Gans. Die Besucher hatten auch die Möglichkeit, bei dieser Schau Tiere käuflich zu erwerben.

Im nächsten Jahr laden die Züchter aus Schleife wieder zur großen Ausstellung auf die Ranch ein. Interessierte können sich den 27. und 28. Oktober vormerken. Dann wird der Verein 65 Jahre alt. Dass er noch nicht im Rentenalter ist, wollen die Vereinsmitglieder beim Jubiläum beweisen.